Gig Review: AC/DC – Rock Or Bust World Tour, 14.05.2015

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It was the largest gig played in Austria – ever. And with approximately 115.000 fans attending, the event actually felt like a huge festival rather than a concert evening.
The massive amount of visitors was not surprising though – AC/DC are one of the few legends left to be seen on stage. And they did not fail to impress.

The show started quite on time on a nice and warm spring evening in Spielberg. The first song was Rock Or Bust from their same-titled album released in November 2014. From the beginning on the band played tight and fast – no warm up needed. Brian Johnson and his 68-year-old voice are as fit as ever, same counts for lead guitarist Angus Young and his Gibson. Sadly, rhythm guitarist Malcolm Young had to retire from AC/DC after being diagnosed with dementia last year as well as fighting heart and lung issues. In his stead nephew Stevie Young plays the rhythm guitar now – according to bassist Cliff Williams „an obvious choice (…) a good fit“. On the drums they now have Chris Slade who played as guest with AC/DC in the 90s, replacing Phil Rudd who is currently fighting charges of drug possession and threatening to kill.

The Australian musicians performed a Greatest-Hits-Show, along with a few bits and pieces from the new album such as Play Ball, giving the audience exactly what they craved. The setlist included all the most famous tracks: TNT, Hells Bells, You Shook Me All Night Long, Thunderstruck, Shoot to Thrill, Hell Ain’t A Bad Place To Be, Back In Black and more. At the end of Let There Be Rock Angus Young proved himself star of the evening by playing a phenomenal solo that surely inspired every guitar player in the audience. The encore with its much expected Highway To Hell and For Those About To Rock (We Salute You) reassured each and every fan that coming to this concert was the only possible choice.

What the fans got from AC/DC that night was true musical quality. There was no fussing, no extensive talking, – and no – not much communication with the audience either. That might have been one of the reasons for the pretty quiet mass of (mostly middle-aged) visitors – or maybe the venue was just too big to really build up decent noise and cheers.

Anyway, this band convinces the fans by its music, talent and endurance – and adds fantastic light shows, screen animations, canon shots and fireworks to the evening spectacle. Fact is: there are not many groups left on this planet who rock as hard as AC/DC, it was an honour seeing them live.

Photo credits:

© AC/DC

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Film Review: „Cobain: Montage of Heck“

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Brett MorgensCobain: Montage of Heck“ ist die neueste Doku über Nirvana-Frontmann Kurt Cobain und wurde zum ersten Mal am 24. Jänner 2015 am Sundance Film Festival in den USA gezeigt.

Der Film ist in der Tat, wie der Titel (zu Deutsch: „Cobain: Collage (aus) der Hölle“) vermuten lässt, eine Art chronologische Bildercollage des Lebens Cobains. Benannt wurde er nach einem privaten Tonband des Musikers, welches vor einigen Monaten seinen Weg in die Medien fand.

Es wird im Film viel über Cobains Geburt und Kindheit in Aberdeen, Washington erzählt. Seine problematische Jugend wird beschrieben und schließlich auch, wie er anfing, Musik zu machen. Dabei wird zwischen animierten Comic-Zeichnungen, Kinderfotos und –videos sowie Ausschnitten und Bilder seiner Notizbücher, Tonbändern und Interviews mit Angehörigen (seiner Familie, Courtney Love, Krist Novoselic´, u.a.) gewechselt. Dabei entsteht der Eindruck, das ganze Material wurde zu einer Collage zusammengefügt.
Dafür, dass Brett Morgen sich so genau an die Chronologie gehalten hat, ist der Film doch ein ziemliches Chaos. Die vermeintliche Doku hat im Grunde wenig tatsächlichen Dokumentationscharakter – man erfährt keine wirklich wesentliche neue Information über Cobains Leben, obwohl Morgen Zugriff auf sehr intime Materialien hatte. Vermutlich auf zu viel, denn es wird versucht, im Film alles unterzubringen – jede Kritzelei aus Kurts Tagebüchern, jedes Babyfoto. Das Ganze wirkt dabei etwas überladen; gleichzeitig schade, dass beispielsweise wichtige handgeschriebene Briefe, die aufscheinen, nicht ganz gezeigt, sondern nur einzelne Phrasen oder Wörter kurz eingeblendet werden. Das geht dann schnell in eine ziemlich einseitige Richtung, oft hätte ich gerne mehr von gewissen Materialien gesehen.

Was ich außerdem vermisst habe ist ein Interview mit Dave Grohl, um nur eine wichtige Person aus Kurts Leben zu nennen. Außerdem wird kaum auf den den Spagat von Nirvana als Garagen-Trio zur weltberühmten und generationsprägenden Grunge-Band eingegangen, der Weg ist – in diesem Film – kaum nachvollziehbar. Auch über seinen Tod wird in „Cobain: Montage of Heck“ nichts erzählt, der Film endet lediglich mit einer schriftlichen Notiz seines Todestags, was das Filmerlebnis ziemlich plump enden lässt – oder wurde bewusst auf diesen essentiellen Teil verzichtet?

Nichtsdestotrotz würde ich empfehlen, den Film anzusehen, da man durchaus Material zu Gesicht bekommt, das vorher noch nie veröffentlicht wurde. Auch einige Aussagen der Angehörigen verraten durchaus persönliche Details zum Leben Cobains. Sicherlich hat Brett Morgen intensiv recherchiert und sich viele Gedanken zur künstlerischen Umsetzung des Streifens gemacht – an eine Musikerdoku habe ich dennoch höhere Erwartungen, nämlich vor allem jene, dass tatsächlich der Musiker mit der Musik als seinem kreativen Schaffen im Vordergrund steht. Dies ist aber vielleicht auch daran gescheitert, dass es genau zu diesem Punkt nur wenige Aussagen von Cobain selbst gibt – der Musiker beharrte nämlich darauf, dass man nicht über die Musik reden könne, um sie zu verstehen: man solle sie sich einfach anhören.

 

Weitere Infos / Empfehlungen:
http://cobainfilm.com