Gig Review: Pauls Jets – Popfest Wien, 27.07.2018

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„Wo stehst du mit deiner Kunst?“ Eine gute Frage, die sich Paul stellt. Paul Hochhaus, wie er sich nennt, das Gehirn einer Band, die noch zu den Newcomern gezählt werden darf. Eine Gruppe von Musikern, die die Aufmerksamkeit des Publikums durch wilde, teils an Aktionskunst grenzende, theatralische Einwürfe auf sich zieht. Doch das kennen wir doch alles schon. Oder?

Es ist ein heißer Nachmittag am Popfest mitten in Wien. Die Leute sind gut drauf, die Sonne brennt hinunter und die Kinder plantschen im Becken vor der Karlskirche. Es scheint also nach einem perfekten Hochsommertag. Leise, fast heimlich und unscheinbar schleichen die Jets auf die Bühne, nachdem der Nino aus Wien in seiner charaktervollen, wurschtigen Art einleitende Worte zum zweiten Tag des Popfests gefunden hat.

Sie kamen, sie sahen, sie spielten – und das in einer überraschenden Lässigkeit, dass man eigentlich sofort dazu verleitet war, zuzuhören. Blumige Popsongs, vor Einfachheit strotzend und doch durch saftige Rhythmen unterlegte, gefühlvolle Ohrwürmer sind es, die aus den Verstärkern mit teils gellenden Verzerrungen schallen. Bassistin Romy Park zupft genüsslich und ohne unnötige virtuose Entartungen ihr Instrument, Paul Hochhaus, der Tonangeber, steht neben einem Keyboard und streichelt in zarten auf und ab Bewegungen seine E-Gitarre und Schlagzeuger Xavier Plus besticht mit sauberen Rockgrooves. Eine Mischung und Wiedergeburt von bereits Gehörtem. Doch nicht in einer Art und Weise, die störend wirkt oder gar peinlich verbraucht und ideenlos. Es wird daraus etwas Neues gemacht. Nichts von einer Verbrauchtheit oder verbissenen Rückführung auf altbekanntes Rockgedudel zu spüren. Die Stücke enthalten poppig-frische, klare Strukturen und nachdenkliche Lyrik. Mitten im Konzert ertönt ein Lied, das im Programm der Jets seinesgleichen sucht. Ein Lied, das am Karlsplatz abgefeuert wird und wie ein Lichtstrahl durch den Kosmos schießt. Sicherlich noch immer unterwegs…Zweiundzwanzigtausendsiebenhundertdrei: „400 Millionen dividiert durch zwei,“ so geht der Refrain, der gleich am Anfang ans Publikum ausgesendet wird. Ein klarer, gerader Popsong, der durch seine an Kinderlieder erinnernde Einfachheit wie eine Hymne ins Ohr geht.

Schnell merkt man auch, dass der Sänger in seiner scheinbaren Hilflosigkeit und Zerstreutheit, die sympathisch scheint, nicht viel davon hält, eine gewöhnliche, stimmungsanheizende Bühnenshow hinzulegen. Vielmehr verliert er sich in seinen Gedanken, die er unverfroren und etwas tollpatschig ausspricht. Dem Publikum mitzuteilen, dass man sein Stimmgerät nicht ordentlich sieht und deswegen Schwierigkeiten hat, sein Instrument zu stimmen, wäre in den meisten Fällen wohl ein stümperhaftes Gehabe. Bevor man nichts zu sagen hat, sagt man lieber sowas. Wer dergleichen von sich gibt, will meist zwanghaft eine peinliche Stille vermeiden, oder man schafft es tatsächlich, dabei authentisch zu sein. Bei den Jets trifft Letzteres zu. Es hinterlässt den Eindruck einer gewollten Masche.

Auch die deutschen Texte kommen aus einer abgrundtiefen Ehrlichkeit. Hier werden Lebenssituationen und scheinbar beiläufige Gefühle bunt mit musikalischen Harmonien eingefärbt. Wegen Hochhaus‘ Art, zu singen, muss man wieder an bereits Vorhandenes Denken, bspw. an Andreas Spechtl von Ja, Panik. So, als wollte er diese Kunst mit eigenen Mitteln variieren und verschnörkseln.

Die eingangs erwähnte Theatralik zeichnet sich durch Pauls belangloses Am-Boden-liegende-Singen, Auf-den-Knien-hockende-Spielen oder das Klinkenkabel-verbiegende-in-die-Luft-Springen aus. Dinge, die man irgendwie eh schon kennt und nichts Neues sind. Doch sie schaffen Stimmung und gute Laune und das Gefühl, dass im Leben nicht alles perfekt sein muss.

„Ich war ein bisschen krank die letzten Wochen,“ teilt er uns mit, „und hab‘ viele Hörspiele gehört.“ Ganz beiläufig, mit einer leisen, fast schüchternen Stimme. Plötzlich schießen uns dann ganz andere, bestimmtere, selbstsicherere Töne entgegen, wenn Pauls Jets ihre Lieder nach solchen Zwischenansagen spielen. Dieser Kontrast ist es auch, der den ganzen Auftritt interessant macht.

Aber das ist nicht alles.

Vielmehr scheinen Pauls Jets, die die Bühne als erste Band des Tages betreten hatten, uns etwas sagen zu wollen. Wohin führt die aktuelle Musik? Wer so viele Charakteristika, wie man sie heute vor allem in der Wiener Musikszene vorfindet, zusammenknotet, will uns doch womöglich darauf hinweisen – als eine Art der Reflexion. Bewusst oder unbewusst, das sei dahingestellt. „Wo stehst du mit deiner Kunst?“. Man kommt jedenfalls nicht umhin, darüber nachzudenken.

Autor: Lukas Brunner


 

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Alice In Chains, 30.06.2018

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Alice In Chains played Vienna’s Open Air Arena on Saturday, June 30th in course of their 2018 world tour. The Seattle grunge legends were supported by local rockers Mother’s Cake.

© Mother’s Cake

Mother’s Cake started out in 2008, signed with Gab Music and released their debut Creation’s Finest in October 2012, which was produced by Georg Gabler and featured by Ikey Owens of The Mars Volta. After playing support shows for Iggy and the StoogesDeftones and Limp Bizkit, they can now tick Alice In Chains off their list as well.
It is not hard to see why the band enjoys growing success – the stage suits them extremely well. They behave in the same way their music works. Very straight-forward, but then again psychedelic, dreamy and slightly off track. Mother’s Cake are an unpretentious, talented and very sympathetic bunch of musicians with lots of potential yet to be reached, and set the perfect mood for the main act of that evening.

© Alice In Chains

After Lane Staley’s tragic death in 2002, the band went through a rather long pause. In 2006, the singer William Du Vall joined the group. Together they recorded the well-known studio albums Black Gives Way to Blue and The Devil Put Dinosaurs Here. Their newest studio album Rainier Fog, from which they played the song The One You Know, will be released on August 24th.

Of course, the expectations were extremely high. The pressure has been on Du Vall to live up to what became Alice In Chains‘ trademark, the twin vocals, from minute one. Yet in my eyes, he masters this task superbly. The audience’s opinions on the topic definitely differed. Some fans felt he failed to transport the feeling of Staley. But imagine having to step into shoes like that – and still performing the entire set without a single mistake, which is exactly what Du Vall did. He was not only very present and attentive to the audience, he also delivered 100 percent. My assumption is that in fact his natural timbre is warmer and fuller, yet he mastered the technique he needs for the songs‘ vocals, which tend to be colder and flatter, fully, which makes his performance even more impressive.
There probably is not one single negative thing that can be said about this show. All musicians performed on an extremely high level. There were no uncertainties, allures or bad vibes coming from this band. Ex-Ozzy Osbourne-bassist Mike Inez was at least as energetic as drummer and founding member Sean Kinney. Yet the most inspiring was guitarist, singer, lyricist and mastermind Jerry Cantrell.
The fourpiece opened their set with Bleed the Freak from their Facelift-album, but most of all played songs from the Dirt-album, including Them Bones, Dam That River and Down in a Hole. Toward the end of the set, Cantrell announced Nutshell, dedicated to Staley, former bassist Mike Starr and Pantera-drummer Vinnie Paul, before concluding the show with Would? and Rooster for the encore’s finale shortly after.
And even though they decided not to play one of their most famous songs Angry Chair, it certainly was an evening that let all fans‘ hearts beat faster, so fast each of the musicians was presented with a flower bouquet by one fan at the end of this truly brilliant show.

 

© RIFF SHIFT

 

Author: Robin Frank

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Gig Review: Kindergarten, 06.12.2017

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Kindergarten beschallten am 6. Dezember anlässlich ihres Video-Releases zu Unbeschwert das Wiener Replugged.

 

Es ist ein typischer Winterabend, jedoch geht heute ein besonders kalter Wind. Endlich im Replugged angekommen, geht in etwa zwanzig Minuten die Show los. Vorgruppe gibt es keine, was hinsichtlich des gewählten Wochentages und der Tatsache, dass morgen viele wieder früh raus müssen, eigentlich angenehm ist. In Anbetracht dessen haben sich allerdings ziemlich viele ZuhörerInnen im Publikum eingefunden, bestimmt um die hundert Personen. Die Menge plaudert in lebhafter Lautstärke, konsumiert brav Getränke an der Bar. Perfekte Voraussetzungen also.
Dann betreten die sechs Kindergärtner die Bühne: Sänger und Rhythmusgitarrist Kevin Bulis in demselben Outfit, das er auch im Video trägt – einer senfgelben Hose, Schnürschuhen und geblümtem Sakko –, Gitarrist Bernhard Langer, Bassist Philipp  Wimmer, Drummer Lukas Ulrich, Keyboarder Daniel Roden und Percussionist Elias Maximilian.

Los geht’s prompt mit einem Opener, gefolgt vom Song Liebe mich (?), einer Nummer mit zirkusartigen, eingestreuten Zwischenspielen, die durchaus kindlich-verspielt anmuten. Die  bunt-verzierten Instrumente der Musiker komplettieren diesen ersten Eindruck. Doch Kindergarten können auch anders: etwas langsamer, gefühlvoller, ja fast bluesig geht es in der dritten Nummer zu. Jedoch funktionieren hier Stimmführung und Intonation nicht immer. Bulis muss sich wohl noch warmsingen. Das Bassspiel hingegen überzeugt sofort: zurückhaltend, jedoch nicht am bloßen Minimum schlitternd. Gitarrist Bernhard Langer ist der Beweis dafür, dass es keine  großen, theatralischen Bewegungen braucht, um gefühlvoll zu spielen. Und Drummer sowie Percussionist (besonders großes Lob an Elias Maximilian) bilden eine perfekte Einheit.

Verspielt, aber so gar nicht kindisch

Je weiter der Abend voranschreitet, desto klarer wird, dass Kindergarten in den meisten Songs auf einen vielseitigen Schichtenaufbau setzen. Dies bedeutet nicht nur Rhythmus- und Melodiewechsel, sondern ein regelrechtes Spielen mit Genres, die  unterschiedlicher nicht sein könnten. Rock, Funk, Ska, sogar Tango sind nur ein kleiner Auszug. Eindrucksvoll beweist die Band somit ihr Gespür für Musik. Offensichtlich ist genau das „Wiener Kunst-Pop“.
Bulis sollte dann auch noch überzeugen. Sein gewagter Stil, der Sprechgesang mit lang durchgehaltenen Vokalen bis hin zu Schreien miteinander verbindet, ist zwar ungewohnt, aber beeindruckend. Letzteres gilt  auch für seinen Stimmumfang. Nach meinem persönlichen Empfinden könnte man jedoch das teilweise überdosierte Jauchzen reduzieren.
Überraschend covert die Gruppe So Far Away von den Dire Straits – in eingedeutschter Version. Anfangs vielleicht befremdlich, instrumental aber durchaus gelungen. Hat was! Langsam fällt allerdings auf, dass keines der Bandmitglieder das Publikum begrüßt hat. Merkwürdig – vielleicht aber Teil  der Show? Das Publikum jedenfalls fühlt sich offensichtlich vom Geschehen nicht angesprochen. Stattdessen plaudern  die Personen genauso munter, laut und, ja, störend das Konzert hindurch weiter. Wenig verwunderlich platzt Bulis dann irgendwann der Kragen. Höflich, aber sichtlich genervt, mahnt er das Publikum, sich etwas mehr auf die Show zu konzentrieren. „Ihr bekommt’s wahnsinnig viel mit, wenn ihr bei der Band bleibt.“ Dies missfällt zwar einigen im Publikum, insgesamt wird es jedoch endlich ruhiger und man kann die Musik besser spüren.
Der Höhepunkt des Konzerts bahnt sich an, eingeleitet durch ein ruhiges, melancholisches Intro. Dann schwingt sich der Song wie eine Schaukel am Spielplatz hoch zu einem harmonischen Gipfel mit  unheimlich viel Tiefgang. Durchaus könnte man hier von einer Ballade sprechen. Da wirken auch Zeilen wie „Du verstehst mich nicht…schon morgens könnt‘ ich speiben“ punktgenau.  Die kunstvoll gesetzten Pausen tun den Rest.
Im Anschluss kommt die Band langsam zum eigentlichen Grund des Abends: ihrem Video-Release zu Unbeschwert am 17. November, und widmen den  Song ihrem Regisseur Alexander Peskador, der großartige Arbeit geleistet hat. Dennoch bleibt die Kommunikation mit dem Publikum unter dem Minimum. Man hätte sich mehr Informationen zu dem Song und dem Video gewünscht: wie war der Videodreh für die Band? Wieso gibt’s genau zu diesem Song das Video? Und wieso wird  ein Konzert zu genau diesem Anlass gegeben?  All das sind Dinge, die man normalerweise hätte  ansprechen sollen. Ein großes Plus  gibt’s aber jedenfalls für das Abspielen des Videos synchron zur Aufführung auf gleich zwei Bildschirmen links und rechts von der Bühne.
Es verwundert dennoch, dass genau dieser Song für ein Video auserkoren wurde. Eventuell liegt es daran, dass er vergleichsweise kurz ist? Viele andere Nummern, die an diesem Abend gespielt werden, sind zwar länger,  haben aber deutlich mehr Potential.

„Natürlich könnt‘ ich aufgeben, doch aufgeben ist so leicht. Es gibt noch so viel, was ansteht…doch nur so wenig Zeit.“

Als „Welturaufführung“ präsentieren Kindergarten den Song, dem die obigen Zeilen entnommen sind. Mit diesem verabschieden sie sich dann auch.  Ein überraschend vielseitiger Abend einer wirklich beeindruckenden Band, die jedoch gut daran täte, in Kontakt mit ihrem Publikum zu treten. Dieses wird nämlich bestimmt wachsen.

Autorin: Robin Frank

 

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Gig Review: Alterno Boy, 27.10.2017

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Es ist Freitag, der 27. Oktober. Ein Tag, auf den viele hingeschielt haben. Ein großer Tag – zumindest  aus Sicht einer gewissen Band. Alterno Boy präsentieren ihr Debütwerk im Flex Café.
Es ist nach 21:00 Uhr. Die Leute sammeln sich langsam zu einer Menge in dem LED-beleuchteten, mit gemütlichen Sofas und einer Bar ausgestatteten Raum. Durch den Hintereingang kommen sie dann endlich im Gänsemarsch, von der Menge feierlich in Empfang genommen, hereinstolziert.

Ein kurzes Gitarre-Kratzen, ein auf- und ablaufender Basston, eine kleine Rückkopplung und es geht los. Ein schwerfälliger Beat von Schlagzeuger Joe Edlinger und die rauchige, scheinbar noch nicht ganz warm gewordene Stimme des Sängers Til Tuppy verwandeln das Flex-Café in einen Konzertsaal. Ungewöhnlich scheint es, den Anfang der Vorführung balladenmäßig beginnen zu lassen, mit sich immer wiederholenden Chords, so als wäre man schon mitten in der Show, als erst am Anfang. „Hallo Alterno Boys and Girls! Schön, dass ihr den Weg zu unserer Klangwelt gefunden habt…“

Beim dritten Song wird einem langsam die Musikalität dieser Truppe bewusst. Sympathisch, fast bildnerisch, stehen die drei „Boys“ (Til Tuppy, Paul Buschnegg und Xavier Plus) mit jeweils einem Mikro und einem umgeschnallten Saiteninstrument gleichwertig in der vorderen Reihe. You’re My Friend! singen sie.

„Wenig reden, viel spielen“ geben sie als Motto nach dem Song Oh Leonce bekannt, bei dem die Bass-Trommel viel zu laut und der Bass viel zu stark aufgedreht waren. Das Publikum scheint es wenig zu kümmern. Ganz im Gegenteil: man erkennt, dass die Freude über die mittlerweile festgefahrene Single groß ist und die Fangemeinde mitgeht.

Egal, ob man die Augen geschlossen oder offen hält – es könnten fast die Beatles oder Electric Light Orchestra sein, die da oben stehen. Beim Titel Pass By zeigt sich, dass die gut ausgeschriebenen Gesangsparts live genauso funktionieren, wie auf der Aufnahme.

Nun kommt Special-Guest Hannah Wüstehube auf die Bühne, um mit Alterno Boy den Song Winter’s Gun zu performen. Und sie singen so harmonisch. Herrlich. Wenn es nur für dieses eine Lied wäre, ich wäre gekommen. Durch das kalte Herbstwetter, bei Nacht und Wind. Denn genau dieser frische Wind haucht einem beim Hören dieser Nummer ins Ohr, ohne dabei ins Frösteln zu geraten. Ganz im Gegenteil: es wird einem warm ums Herz.

Es wird wieder ruhig, fast psychedelisch. Die Zweistimmigkeit gibt der Musik etwas parallelisierendes. Wir sind also in einer Art Psychedelic-Rock-Revival, in Gedenken ans Ende der 60er. Made It.

Bei der Nummer Alterno Boy kommt wieder die klare, natürliche Stimme des eloquenten Sängers Til zum Vorschein, die einen großen Teil zur Wertigkeit der Musik beiträgt. Die Musiker lassen das Publikum in einem Chor „sound of the future“ singen. Mit ihrer selbsternannten Hymne Revolutionation lassen die jungen Herren zur Abwechslung Stadion-Rock-Gefühle aufkommen. Der erste Teil der Vorführung ist anscheinend vorbei, denn der Sänge schlägt nun eine metaphorische Brücke mit den Worten „what’s the time, I don’t know…“ – dann: Äuglein zumachen und sich von der Nummer Doomsday treiben lassen.
Man fragt sich jedoch allmählich wirklich, wie spät es ist, denn die Truppe spielt geradezu unermüdlich den zweiten Teil des Konzerts, der aber nicht mehr an den Anspruch des vorigen herankommt. Musikalisch vielfältig zeigen sie sich dann aber doch noch einmal in ihrer allerletzten (Funk-)Nummer ¡Dance!.

Alterno Boy vermögen es tatsächlich, mit den klischeehaften Bausteinen der Rockgeschichte ihre eigene Klangwelt zu basteln, wie anfangs versprochen. „Vielen Dank! Wir lieben euch“ ist der letzte Satz von Sänger Til, jedoch in einer überzeugenden Ernsthaftigkeit rübergebracht und nicht bloß als öde, dahingeschnalzte Floskel. Es ist wirklich eine eigene Welt, in die man eintauchen kann.

Autor: Lukas Brunner


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Gig Review: Deuce – A Tribute to Rory Gallagher, 02.03.2017

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To honour the Irish music legend Rory Gallagher, Deuce played a tribute show on his birthday at Arthur’s in Dublin’s Liberties.

Deuce obviously got their name from Rory’s second solo album from 1971. The trio from Kildare (vocals + guitar, bass, drums) met at the annual Rory Gallagher Festival in Ballyshannon (Rory’s hometown) in the West of Ireland in 2012. After the festival they decided to form a dedicated tribute band and bring their late idol’s music onto stage.

The gig started at 9pm, and Arthur’s proved to be the perfect location for the event – good sound, a great atmosphere and decent Guinness. The band opened with Shinkicker, and soon played on of the setlist’s highlights: Laundromat.
Generally, the setlist was a healthy mix of early and late Rory songs, from Hands Off to Bought & Sold, and included all the favourites, such as Tattoo’d Lady, Bad Penny, Shadow Play, I Fall Apart, and Philby.
The audience was in a great mood, especially when Deuce played Moonchild – the venue filled up by the minute.

The band members work together well, whereas the bass was, in fact, a bit more solid than the drums. The singer has obviously put a lot of effort into getting as close as possible to Rory’s unique style of singing and intonation, and has definitely managed to acquire the right timbre for pulling off a great show. Considering that Rory Gallagher was one of the greatest guitarists of all time, he did a good job on the instrumental part.
The performance wasn’t perfect – but the creative twist that Deuce added to the songs was highly enjoyable. It is always nice to see tribute bands that stay true to their idol, while at the same time adopting an individual approach. Surely this is something which proves to be rewarding for the band in terms of artistic development.
One of their last songs was Philby – arguably one of the coolest Rory songs, and one I was also very much looking forward to. It was thus a bit irritating when the verses got mixed up and the chosen tempo was decidedly too fast. When I talked to the frontman about it later, he laughed and confessed to hoping nobody would notice. I told him it didn’t matter and congratulated him on a great show, because that’s what it was. It is just lovely to see that even when a great artist dies, his music continues to live on. And in fact, it was the first time ever for me to have heard Rory’s songs being played live. And it was so worth it.

 

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Gig Review: The Who – 50 Years Tour, 14.09.2016

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© Slydigs

© Slydigs

Slydigs supported the main act that evening. The band formed in Warrington, UK, and in terms of sound mixes a lot of what seem to be their personal icons – such as The Beatles, U2, Oasis and naturally enough The Who. The four members Dean Fairhurst (vocals, rhythm guitar), Louis Menguy (lead guitar, backing vocals), Peter Fleming (drums) and Ben Breslin (bass, backing vocals) work well together, to me Louis Menguy, though, seemed the most promising of the four. Interestingly enough, frontman Dean Fairhurst did not leave a very good impression. Firstly, he looked extremely annoyed, sometimes even sorry to be there. Secondly, he doesn’t have a bad voice, but the backing vocals actually sounded better than his own. Maybe he really had a bad day. And even though Slydigs have some cool songs, especially The Truth Will Be Found and Catch A Fading Light, they didn’t quite manage to convince the audience with their blues rock.

© The Who

© The Who

One of England’s most iconic rock bands are without doubt The Who. The band who started its musical career in 1964 with Roger Daltrey (vocals), Pete Townshend (guitar), John Entwistle (bass) and Keith Moon (drums) propelled themselves to immense success as one of the loudest bands in rock history.

After the passings of Moon (1978) and Entwistle (2002), Daltrey and Townshend are the only founding members left in the band. They are currently on their 50 Years Tour, securing instrumental support from several fellow musicians: Simon Townshend (guitar, backing vocals), Pino Palladino (bass), Zak Starkey (drums), Loren Gold (keys, backing vocals), John Corey (keys, backing vocals) and Frank Simes (keys, backing vocals), who have all been associated with The Who for many years. That night they played Vienna’s Stadthalle.

“Wie geht’s wie geht’s wie geht’s?! (How are you?!)“ screamed Roger Daltrey, greeting the audience. And Townshend answered: “Es geht gut. Alt, aber gut. (Fine. Old, but fine.)”

They started the concert with one of the many classics: Who Are You. After that, they played a few songs from the sixties, such as The Kids Are Alright, I Can See For Miles and My Generation. Within the set there were some rarer songs, too – I personally enjoyed the instrumental The Rock very much, but the video wall sure added to that with great montages all the way through. Most songs were from the albums Tommy and Quadrophenia, arguably their most important releases.

Of course it did not look and sound like in the old times – Roger Daltrey’s voice is too weak for that now. He seemed tired, sometimes even hit very wrong notes. But both band and audience seemed very nostalgic, and they did manage to secure this touching ambience, not only by their signature stage moves such as Townshend’s windmill and Daltrey’s microphone lasso.

In the end, one might say audience applauded The Who’s general acquisition throughout fifty years, rather than their interpretation of it that very evening, as Townshend confirmed: “I wrote these songs when I was a little boy. So you are applauding my little boy now.“ But isn’t that just lovely?

Gig Review: Robert Plant & The Sensational Spaceshifters, 28.07.2016

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It was Thursday, July 28th, that I got to see who is in my mind one of the greatest rock singers of all time: Robert Plant.
Famous as Led Zeppelin-frontman from 1968-80, the artist is currently touring Europe world with his Sensational Space Shifters, with whom he also recorded his latest studio album Lullaby and… The Ceaseless Roar (review here).

Just in time for the start of the main act, I arrived at the well-filled Arena Wien and found a great spot on the lawn near the stage with excellent view. Just as good as the view was the sound that night, which was lengths better than of Wolfmother’s concert at the same location (review here).

At about 21:00 pm, Robert Plant emerged with a huge banner carrying the feather-symbol in the background. He himself on vocals and diverse membranophones, he brought five other musicians with him: Juldeh Camara on nyanyeru (an African one-string fiddle), Liam “Skin“ Tyson on guitar, Justin Adams on bass, John Baggot on keys and Dave Smith on drums.
What’s known is the different musical approach of the ensemble (compared to Plant’s earlier times). Not focusing on one specific genre, the artists freely mix styles and rhythms. The result is a colourful medley with folk and country elements as well as foreign African sounds paired with Led Zeppelin classics and the well-known mighty riffs.

This diversity lead to an interesting set list that included Poor Howard, Rainbow and Turn It Up from Lullaby and… The Ceaseless Roar, a cover of Willie Dixon (Spoonful), the traditional Little Maggie, and lots of Led Zeppelin medleys that included (parts of) What Is and What Should Never Be, No Quarter, Dazed and Confused, Whole Lotta Love, Babe, I’m Gonna Leave You and Rock and Roll for the encore.

The band not only convinced the audience by its versatility and range of styles, but also by the quality of performance. Robert Plant still has that great voice of his and a very individual approach on singing that one recognizes immediately. Furthermore he really secured a great atmosphere by continually including the audience and performing with lots of energy.

This concert meant a great deal to me – and without any exaggeration: it was truly sensational.

 

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© Robert Plant http://www.robertplant.com

Gig Review: Unlabeled, 13.05.2016

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Die Veranstaltungsreihe Unlabeled wurde fortgesetzt: dieses Mal traten am Abend des 13. Mai zwei Bands im Wiener Curtain auf, die sehr unterschiedliche Musik zu bieten hatten.

© Raffael Pankraz

© Raffael Pankraz

Los ging es um 20:30 Uhr mit Raffael Pankraz & The Temporary Hands. Raffael Pankraz ist ein Musiker, der seit mehreren Jahren aktiv ist, seit neuestem aber die Temporary Hands als instrumentale Unterstützung (Keyboard, Bass und Schlagzeug) ins Boot geholt hat.
Schnell war klar, dass Pankraz hier das Ruder in der Hand hält: von ihm vorgegeben werden Themen, Texte und Stimmungen der Songs. Der talentierte Sänger mit einer besonders angenehmen Stimme, die an eine Mischung aus James Blunt und Michael Bublé erinnert, hat offensichtlich eine Vorliebe für langsame, gediegene Songs. Tatsächlich waren alle zehn Nummern, die an diesem Abend von der Gruppe gespielt wurden, sehr zurückhaltend, auch wenn manchmal angekündigt wurde, dass jetzt ein schnellerer Song folgen würde. Davon merkte ich persönlich jedoch nicht viel.
Was jedoch auffiel, war, dass sich die Band fortgeschrittener Harmoniewechsel, gefühlvollen Melodien und erfrischenden rhythmischen Elementen bedient – im Grunde war das Ensemble also stimmig, jedoch ist die Musik mit ihren sachten Jazz- und Pop-Einflüssen nicht der Motivator schlechthin. Selbstverständlich ist es eine Geschmacksfrage, ich persönlich genieße diese Art von Musik eher als Hintergrundbegleitung. Die Umsetzung war in jedem Fall gut, ich hätte mir nur etwas mehr Abwechslung bezüglich Tempo und Dynamik gewünscht – etwas, das als Eröffnung des Abends mehr einheizt.
Das Publikum sah es jedoch anders: hier kamen die vielen Fans, die sich in den relativ engen Raum drängten, um genau das zu hören. Enttäuscht wurden sie nicht.

© The Painting Faces

© The Painting Faces

The Painting Faces als zweite und letzte Band des Abends wollte ich mir schon seit geraumer Zeit ansehen. Nach einigen missglückten Anläufen war es dann aber endlich so weit. Besonders gespannt war ich auf die Umsetzung der Folk-Elemente am Banjo, mit der diese Gruppe für sich wirbt.
Mit Bernhard Windbichler am Schlagzeug, Max Zamernik am Bass, Rick an Banjo und Gitarre sowie Math Paul als Sänger und Gitarrist legte die Gruppe um kurz nach 21:00 Uhr los. Das zuvor dichte Publikum verflüchtigte sich kurz vor Auftrittsbeginn zwar, erreichte gegen Ende des Sets jedoch wieder die ursprüngliche Kapazität.
Losgelegt wurde mit einem eher ruhigen Intro, gefolgt von Come As Cold As You Are – hier teilten die Mitglieder sich die Vocals, wobei Math Paul stets etwas mehr hervorstach. Dies liegt freilich an seiner einmaligen Stimme, die an Sänger wie Milow, Patrice oder Manu Chao erinnert und unheimlichen Wiedererkennungswert besitzt. Sie mag vielleicht etwas flach und krächzend klingen – aber auf eine ziemlich geile Weise! Mich hatte er auf jeden Fall damit.
Instrumental war bei The Painting Faces ein größeres Potential als bei der Vorband festzustellen. Es wurden nicht nur vielseitigere Figuren gespielt, die Instrumente wurden auch in ihrer Art und den Möglichkeiten, sie zu spielen, wesentlich mehr ausgeschöpft. Vom Banjo war ich begeistert: es wurde genau an den richtigen Stellen eingesetzt, um Akzente zu setzen, blieb jedoch nie länger als „erwünscht“.
Die ersten fünf Songs sprachen mich besonders an. Danach nahm meine Begeisterung jedoch leider etwas ab. Die anfänglich so mit individuellen Elementen bestückten Nummern wurden von solchen verdrängt, die eher an radiotauglichen Mainstream erinnerten. Das eigentümlich Rohe war nicht mehr vernehmbar. Beim zehnten Song You’re Not That Bad, der als Zugabe gespielt wurde, gab es dann allerdings zum Glück wieder einen Aufschwung im Stil des Anfangs.
Als Fazit lässt sich sagen, dass The Painting Faces auf jeden Fall eine sehens- und hörenswerte Band sind, die sich allerdings nicht in ihrem individuellen und experimentierfreudigen musikalischen Stil einschränken sollte – egal wovon.

Weitere Infos / Photo Credits:
© Raffael Pankraz & The Temporary Hands, https://soundcloud.com/raffael-pankraz
© The Painting Faces, https://www.youtube.com/channel/UC-SeoV_BMdxQdEFg45pVoaA

Gig Review: Wolfmother – Gypsy Caravan Tour, 11.05.2016

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Perfect weather, great location and tons of fans: the evening of May 11th had a promising start for the Australian rock act Wolfmother in Vienna’s Arena Open Air. I arrived only a few minutes before they started their set (the support band I unfortunatley missed beforehand was Electric Citizen).

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© Wolfmother

To be honest, I never really got into Wolfmother that much as a fan, but I was aware of who they (or, more specifically, frontman Andrew Stockdale) are and what they do – and have always liked their sound. I was thus very excited to go to this concert without any expectations at all – which is probably the best way possible if you dig the unexpected, like I do. You just end up with lots of surprises – good and bad. So here they are:

First surprise: the band’s tempo and dynamics. Man, they played a set of twenty songs and took but three breaks (one to say hi, one to say thanks, and one before the encore), which lasted only a few seconds each.
Which leads me to the next surprise: they hardly said a word to the audience. Apparently, Stockdale is not much of a talker, but it would definitely have been his role to communicate with the fans a bit more. However, the band did not seem as if they did not enjoy themselves on stage – so even though there was no communcation, there was still a lot of energy in the performance. Which is probably what saved them from an angry crowd.
Third surprise: Alex Carapetis is a damn great drummer. In fact, the drums were the only instrument that sounded as they should all the way through the show. The others, from guitar to bass and vocals sounded horrible most of the time. That night’s horrendous sound was yet another surprise for me. I do not know who was responsible for it, but honestly I’d rather not even know at all – it was a real shame. The guitar sounded bad, the bass was too loud at times, whereas bassist Ian Peres‘ backing vocals were hardly audible at all. Well…drums and keyboard were fine, at least.
Fifth surprise: I already mentioned that Wolfmother have a cool sound. Main reason behind that is Andrew Stockdale, who is basically the brain behind this music project. The other musicians are rather professionals hired to play along. Big part of the sound, however, is Stockdale’s special voice, which mostly reminds one of Jack White’s. What I did not know, though, was that besides its cool and bright timbre it is pretty monotonous, too. I haven’t heard Stockdale sing much more than five notes during that show. It’s not like he tries and fails – the songs are just composed that way, without exciting melodic vocal lines. And they are fine like that, just a bit monotonous after a while.

To summarize all of that, I was most impressed by their efficient way of performing, playing one song after the next without even considering taking a break. This is naturally the most professional way to play a gig and shows that the band is really tight and knows what’s going on. On the other hand, there is not much space left for interaction with the audience or spontaneous improvisation on stage. Still, they played well, and the bad sound was not their fault.

So all in all I did enjoy this gig, and I am glad to have seen Wolfmother live. They do make cool music that definitely comes from the right sort of inspiration and surely inspire tons of young garage rock bands, which is exactly what today’s music needs.

More information / photo credits:
© Wolfmother, wolfmother.com

Gig Review: Chris Cornell – Higher Truth Tour, 12.04.2016

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In course of the Higher Truth Tour, Chris Cornell made a stop in Vienna’s legendary Konzerthaus on April 12th.

© Fantastic Negrito

© Fantastic Negrito

The support act, Fantastic Negrito, started his set right at 8pm. Fantastic Negrito is a blues musician from California who started his career on the streets, where he was „sitting (…) playing for change a year and a half ago“. No wonder he now enjoys big success, though: the outstanding vocal ability, paired with his guitar skills left me absolutely amazed within only a few minutes. His voice has a really special dual quality: it is full of pressure, while still keeping a very bright timbre; it is extremely melodical but yet very firm and steady. The singer was supported by a very talented piano player. And, as Chris Cornell pointed out later that evening, he admires the unique artist a great deal – very righteously so!

© Chris Cornell

© Chris Cornell

The main act commenced his set one hour later, at 9pm. In total, Chris Cornell played no less than 27 (!) songs that night, his voice accompanied only by his guitar and, for some songs, multi-instrumentalist Bryan Gibson on cello, banjo, or other.
The almost 3-hour gig started with Before We Disappear from the new Higher Truth album, which was released in September 2015 and is also name of the current tour.
It is thus quite strange that Chris Cornell only played four songs from his latest release (Before We Disappear, Higher Truth, Josephine, Nearly Forgot My Broken Heart). The evening mainly consisted of covers – which was something I had not expected. Of course, songs from his Soundgarden, Audioslave or Temple of the Dog times (such as Rusty Cage, Black Hole Sun, Doesn’t Remind Me, I Am the Highway, Wooden Jesus, Hunger Strike and others) are not strictly covers – but titles like Billie Jean (Michael Jackson), The Times They Are A-Changin’ (Bob Dylan), Don’t Let It Bring You Down (Neil Young), One (U2 / Metallica medley) or A Day In the Life (The Beatles) certainly are. Even though he performed each song in a very personal and catchy way, I think he went a bit too far with the quantity of the covers.
Also, the whole set was mostly held in the same style: ballads, ballads and more ballads! He seemed as if he could not get enough of the slow, emotional songs – and he did – without a doubt – sing and play them perfectly, but after two hours I was truly hungry for change.
But I guess this is the style Chris Cornell has found for himself and the path he will continue to perceive. And there is nothing wrong with that, which becomes more than clear when he sings his lyrics and the whole concert hall gets filled up with his voice which completely enfolds you and lets time stop for a moment. He is definitely a great vocalist, and one with the widest vocal range amongst the modern popular artists. But I did miss the harder and louder Soundgarden stuff – I probably had the wrong expectations.

One of the last songs in the encore was a cover of Prince’s Nothing Compares 2 U, who recently died on April 21st. As if Chris Cornell anticipated the artist’s near death, he paid moving tribute to what was one of the most intriguing musicians since the 1980s.

I want to use this moment to commemorate all the fantastic musicians who have left (and will leave) us, not only in 2016 like David Bowie, Lemmy, Prince and more, but any time. May all of them rest in peace and proudly look back on millions of fans whose lives they have enriched with their music.

 

 

Further information / photo credits:
© Chris Cornell, http://www.chriscornell.com
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Gig Review: Almost Fast, 02.04.2016

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Teil eines interessant kombinierten Abends wurde man am Samstag des 02. April in der Lounge des Wombats City Hostel auf der Äußeren Mariahilfer Straße in Wien. Auf etwas engem, für die Besucheranzahl platzmäßig jedoch ausreichenden Raum fiel schnell auf: das Publikum setzt sich vorwiegend aus treuen Fans, vor allem aber auch TouristInnen zusammen.

© Stillwater Enemies

© Stillwater Enemies

Stillwater Enemies, eine vierköpfige Band aus Österreich, machte den Anfang. Das um 30 Minuten verspätete Set dauerte gut eine Stunde, in der es der Gruppe gelang, mein Interesse an ihrer Musik sicherzustellen. Die vorwiegend raue Mischung aus Grunge mit psychedelischen Ergüssen darf zu Recht als einprägsam bezeichnet werden, erwähnenswert ist vor allem der Titel Hugs And Fucks.
Die Band hat außerdem eine offensichtliche Soundeffekte-Obsession, und das nicht nur an den Instrumenten: in ihrem Set gab es kaum einen Song, in dem der Gesang clean blieb. Logisch ein bewusst gewähltes Stilmittel – manchmal dann aber doch etwas zu viel. Denn auch Musik, die dreckig klingen soll, kann irgendwann zu dreckig klingen. Da die Location zwar ganz nett, akustisch und sound-technisch jedoch mehr schlecht als recht ist, klang leider alles relativ schnell schwammig. Der großzügige Einsatz von Effekten verstärkte das zusätzlich.
In puncto Besetzung nur so viel: Sänger Felipe Tablilla weist eindeutig stimmliches Potential auf und übernimmt auch sämtliche Gitarrensoli an seiner Fender Telecaster. Einziges Manko: er verfällt teilweise in zu monotone Linien – in meinen Augen aber leicht behebbar! Unterstützt wird der Gesang von Drummer Georg, dem die Drumsticks wohl öfter brechen dürften (so wie auch an besagtem Abend). Kurioser Weise hat Frontmann Felipe die ganze Zeit über ziemlich unsichere Blicke ins Publikum geworfen – und hat dennoch um einiges mehr Bühnenpräsenz als seine Kollegen an Rhythmusgitarre (Sebastian Schuh) und Bass (Marc Ecker), von denen man teilweise meinen konnte, sie seien leicht überfordert mit der Live-Situation.
Insgesamt finde ich Stillwater Enemies ist eine coole, druckvolle und fesselnde Gruppe, deren Stärken vor allem in der Rhythmik und Experimentierfreudigkeit liegen. Hörenswert!

almost fast logo

© Almost Fast

Almost Fast betraten um etwa 22:45 Uhr die Bühne. Das Trio aus Wien wurde erst 2016 offiziell gegründet, hat aber ein professionelleres Gesamtbild als viele mir bekannte Bands, die es schon wesentlich länger gibt. Beim ersten Song Fever präsentierte sich im Vergleich zur Vorband eine tonal vielfältigere, allerdings auch weniger druckvolle Stimme: Max Janos Payer. Diese passt aber definitiv zum Genre Pop-Rock, mit dem sich diese Band beschreibt.
Top: die Gruppe sorgte mit ihrer Präsenz für Stimmung und auch dafür, dass sich das Publikum, das zu Anfang des Sets noch eher mager ausfiel, gegen Ende hin erheblich vergrößerte. In Anzügen und Fliegen präsentierte das Frischlings-Trio aus Gesang und Bass (Max J. Payer), Gitarre (Michael Schwarz) und Schlagzeug (Simon Schenk-Mair) die neun Songs ihres Debüt-Albums Undead Symphony aus 2016.
Das Publikum kannte dem Anschein nach die meisten davon, da nicht nur einmal Songwünsche der Zuschauer in den Raum geworfen wurden, darunter vor allem auch der Titel All American Lollipop, bei dem Max J. Payer die Lounge höchstpersönlich mit Süßigkeiten versorgte. Die Band hat eine sehr positive und motivierte Art, was sympathisch ist und einfach gut rüberkommt.
Manchmal wurde der Frontmann dann allerdings etwas zu redselig und fing auch während der Songs an, dazwischen zu quatschen. Das stört die Wirkung eines Songs schnell. Ein definitives No-Go war aber auf jeden Fall das für das Publikum hörbare Nachstimmen der Gitarre von Michael Schwarz zwischen den einzelnen Songs. Ob das ein „Anfängerfehler“ war oder nicht, sei dahingestellt – bitte nicht mehr so machen! Auch schade war, dass nach den Songs 8 und 9, die bereits die Zugabe bildeten, auf weiter anhaltende Zugabe-Rufe des Publikums nichts mehr folgte. Der Grund: „Wir können wirklich nichts mehr spielen!“ – offensichtlich ist das Repertoire bis dato auf genau jene neun Songs begrenzt. Dass also so schnell wie möglich neues Material her muss, liegt wohl auf der Hand.
Alles in allem ist Almost Fast eine Band, die Spaß macht, wenn man auf der Seite des Pop-Rock angesiedelt ist und Lust auf tanzbare Musik hat. Ich wünsche viel Erfolg!

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Gig Review: Midriff, 11.03.2016

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© Midriff

© Midriff

Am Freitagabend des 11. März traten Midriff im Arena Beisl auf. Die Tiroler Band, gegründet 2010, widmet sich dem Genre des Alternative bzw. Stoner Rock und ist längst kein Geheimtipp der heimischen Musikszene mehr.

Die Gruppe besteht aus lediglich drei Mitgliedern – hat jedoch eine ungewöhnliche Aufstellung. Während Gitarrist Josh für Melodik und Soli sorgt, übernimmt Bassist Jele die Rolle des „Publikums-Kommunikators“. Der Gesang kommt jedoch von Schlagzeuger (!) Paul, was ich vorher noch nie live erlebt habe.

Der Gig startete um ca. 22:45 Uhr. Irre, wie viel Energie das Trio trotz später Anfangsstunde zeigte! Mit regelmäßigem Platztausch von Gitarrist und Bassist, sowie tighten Doubletime-Wechseln spielte die Band eine gemischte Setlist aus allen drei Alben. Darunter waren die Songs Before I Wake, Pumping Iron (ein eher langsamer Song mit vielen Bendings auf der Gitarre), Broken Dreams, The Machine Force und einige weitere. Lobenswert war ein gelungener Taktwechsel bei der Nummer Safe House, die zwar hart ausfiel, aber trotzdem melodisch blieb – mit einem ziemlich coolen Ende plus Gitarren-Outro. Insgesamt kamen die Musiker dann auf stolze 16 Songs inklusive Zugabe, bei der Motörhead’s Ace of Spades gelungen gecovert wurde.

Dass die Band eine gute Performance ablegte, erwies sich an der stetig wachsenden Zahl der Zuseher im Raum, der sich mit Ende des Konzerts um etwa 00:00 Uhr zur Gänze gefüllt hatte. Die Partylaune wurde, abgesehen von der treibenden Musik, zusätzlich durch eine Runde Jägermeister für alle (ausgegeben von der Band selbst), enorm angehoben. Freier Eintritt und dann noch Stamperl auf’s Haus – wie oft kommt das schon vor?

Midriff haben mich in vielerlei Hinsicht positiv überrascht. Der wohl wichtigste Aspekt ist jedoch der singende Schlagzeuger. Neben einer relativ hellen, vielseitigen und angenehmen Stimme ist vor allem faszinierend, dass hier keine Unsicherheit, kein schiefer Ton, keine Fehler zu hören waren. Und das betrifft sowohl Stimme als auch Schlagzeug! Zwar konnte man natürlich nicht mehr erwarten, dass das Schlagzeug eine virtuose Hauptrolle einnehmen wird – man konzentrierte sich eben auf die Basics. Aber die waren sattelfest, und dazu noch für jeden Song die Lead Vocals zu übernehmen, ist einfach nur beeindruckend. Es gibt in einer Rockband wohl keine schwierigere Kombination aus Instrument und Gesang, als eben jene mit Schlagzeug. Hut ab!

Weitere Infos / Photo Credits:
© Midriff, http://www.midriff.at

Gig Review: The Vintage Caravan – The Beautiful Tour, 27.02.2016

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Upon recommendation of Roadwolf’s (review) drummer (Vintage Caravan and Dead Lord, come and see them, they (Dead Lord) sound like Thin Lizzy! Totally Thin Lizzy!“) I was looking forward a lot to this gig on february 27th at RedBox in Mödling, Austria.

The line-up listed four bands: High Brian (Austria), Tiebreaker (Norway), Dead Lord (Sweden) and The Vintage Caravan (Iceland).
Since the location is quite a bit outside Vienna, I arrived in the middle of Tiebreaker’s set.

© Tiebreaker

© Tiebreaker

Tiebreaker counts five members: Thomas Espeland Karlsen (vocals), Eirik Wik Haug (guitar), Olav Vikingstad (guitar), Patrick Andersson (bass) and Pål Gunner Dale (drums). The singer was the first one this night to completely convice me. It was not only the strong and rough quality of his voice, but also the amount of feeling he possibly could not hold back during the show. This became obvious through his crazy on-stage movements, especially with his hands – at times he looked like a madman, really, but I just love this sort of thing, it was uncompromisingly authentic. The rest of the band did a great job, too, motivating the audience, but the climax of the show was definitely when Thomas E. Karlsen went off stage and continued his performance down in the audience. The band describes its music as a mixture of rock `n`roll, blues and progressive rock. Though I did not hear blues so much in that set, I several times had the impression of doom-influences in the heavier parts.
With an impressive and energetic performance, Tiebreaker is definitely worth looking into. Their album We Come From The Mountains was re-released worldwide in November 2015 on Karisma Records.

© Dead Lord

© Dead Lord

Next in line were Dead Lord, a quartet of voice & guitar (Hakim Krim), guitar (Olle Hedenström), bass (Martin Nordin) and drums (Adam Lindmark). Founded 2012 by singer Hakim Krim, the band’s major influences are Thin Lizzy (as expected), UFO and Iron Maiden. They consequently play hard rock mixed with early heavy metal, including a lot of guitar solos and harmonies. And it is true indeed – they do sound very much like Thin Lizzy, only that Krim’s reminded me of Gary Moore’s voice more than Phil Lynott’s.
Dead Lord do a lot of twin guitar, which was not perfectly done the whole time, but did rock doubtlessly. They played songs from both studio albums Goodbye Repentance (2012) and Heads Held High (2015), like Hammer to the Heart, Onkalo, Because of Spite, No Regrets (great one!) and When History Repeats Itself. At the end one song somebody in the audience screamed “Hank!“ – and the band’s reaction was flawless: Krim looked at the fan, then at the band, merely said „She wants to hear ’Hank’!“ – and off they went playing the song. That’s the spirit!
The success of the group is well earned, considering their instrumental talent as well as their ability to do a great live show. I could not help myself buying both albums instantly at the merch that very evening – they’ve definitely won a new fan! But after listening to the albums, I must say the voice sounded much better live. Usually it’s the other way round, so there is not much to worry about. But maybe the current producer(s), i.e. also Nicke Andersson from Imperial State Electric (review), could improve their job on the vocals?

© The Vintage Caravan

© The Vintage Caravan

For the evening’s grand finale, The Vintage Caravan rolled onto the stage. This band from Iceland formed in 2006 but got serious on professionalising their music in 2009. The members Óskar Logi Ágústsson (vocals, guitar), Alexander Örn Númason (bass) and Stefán Ari (drums) were first signed to Sena (Iceland’s biggest label), but switched to Nuclear Blast Records a few years later, the same label Graveyard (review) are signed to, who I had to think of a lot during their show. They have released three studio albums so far. I was really impressed by the quality of the band’s music and performance. It is rare to find such young artists on this high level of proficiency.
In comparison to Dead Lord, The Vintage Caravan sounded more aggressive and modern, whilst influences from the 1960s and 70s of bands like Led Zeppelin, Cream and the like were impossible to overhear. Honestly, by the impression I got from name and artworks, I expected The Vintage Caravan to be a psychedelic project – the music was not very psychedelic, though. The lyrics might be, in some cases, the music is much more classic hard and prog rock, however.
Óskar L. Ágústsson was the third singer that night to convince me with his vocal ability. Though his voice might not be as rough as those of his tour colleagues, it is very melodic and a pleasure listening to.
The band prove versatility by including a wide range of interesting elements and effects in their songs. That night they played tracks like Shaken Beliefs (cool choir-like parts!), Let Me Be (“a party song!“), Innerverse (amazing intro), Crazy Horses, Cocaine Sally and the incredibly catchy Expand Your Mind. And whilst rocking the stage, they did not fail to bond with the audience and make sure to leave a very sympathetic impression.
Conclusion: The Vintage Caravan is a young, high-quality music project that understands how to maintain a vintage sound while adding a fresh and modern twist. Absolutely recommendable!

Further information / photo credits:
© Tiebreaker http://www.tiebreakerofficial.com

© Dead Lord http://deadlord.com

© The Vintage Caravan http://www.thevintagecaravan.eu

Gig Review: Ryotts, 28.02.2016

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Sonntagabend, Stadtbahnbögen, 20:30 Uhr. Dem Wochentag entsprechend befanden sich nur wenige Zuhörer im Wiener B72. Man fühlte sich beinahe wie auf einem Privatkonzert.

im a sloth logo

© I’m A Sloth

I’m A Sloth hieß die erste Band, bestehend aus drei Mitgliedern: Schlagzeuger (Andreas Kuzmits) und zwei Frontfiguren (Bernhard Drexler, Flora Ska) die sich sowohl mit den Vocals als auch ihren Instrumenten (Gitarre und Bass) im Laufe ihres Sets abwechselten. Schon nach den ersten Sekunden war klar: das ist Stoner Rock. Wem Bands wie die Crispies (Review) gefallen, sollte hier mal reinhören.

Frontmann Bernhard Drexler hat ein eher helles Timbre und wird ganz offensichtlich gerne laut. Auch beim Reden hat er eine ziemlich einprägsame Stimme. Kollegin Flora Ska dagegen hat eher was düsteres in ihrem Gesang, der anfangs ziemlich monoton ausfiel, gegen Ende des Konzerts dann aber doch noch mehr Potential zeigte. Beim prinzipiell interessanten Auftritt waren es letztendlich allerdings einige Pannen, die die Show in keinem guten Licht enden ließen:
Beim zweiten Song verlor Bernhard Drexler seinen Gitarrengürtel – oh je. Kompliment an die gelungene „Scheiß’ drauf“-Attitüde, weitergespielt wurde trotzdem. So eine E-Gitarre ist ja aber nicht unbedingt handlich im Stehen, da wurde schon ein wenig gekämpft. Aber gut, kann ja Mal vorkommen! Beim vierten Song passierte es dann aber nochmal – und das war dann schon fragwürdig. Als Draufgabe hat er dann bei einem Song, für den Plätze getauscht wurden (also Gitarre gegen Bass), durch wilde Sprünge seiner Kollegin die Gitarre abgesteckt. Der Gurt ist eine Sache, aber einem Kollegen so reinzupfuschen, dass man das Instrument dann nicht mehr hört (!) darf echt nicht passieren. Schade!

sungazer logo

© Sungazer

Nach dem etwa halbstündigen Set der ersten Band kamen etwas später gegen 21:30 Uhr Sungazer aus Wien auf die Bühne. Mit zwei Bandmitgliedern mehr kam man hier auf ein Ensemble aus Bass (Damien), siebensaitiger Gitarre (Johannes), Schlagzeug (Lucas), Keyboard (Martin) und Gesang (Felicitas).
Journey Under Stars, der erste Song, begann und eine wunderschöne melodische Stimme legte sich über ziemlich klassische Metal-Riffs. Was dabei rauskommt: Symphonic Metal. Dieser Kontrast, zusätzlich mit den Keys, verleiht dieser Band eine mystische Aura, die allem Anschein nach ganz bewusst angepeilt wird. Mit einem ausgesprochen begabten Gitarristen, tighten Drums und Songtiteln wie Guided, Beneath the Grass oder A Nightingale’s Tale auch ziemlich gelungen! Einzig beim Bassisten war ich unschlüssig – teilweise zu laut, dann wieder zu wenig präsent. Beeindruckt war ich hingegen vom Piano-Intro der dritten Nummer Oceans Away, gefolgt von einem der vielen stolzen Gitarrensoli, die sich offensichtlich obligatorisch durch jede Nummer ziehen. Allerdings hätte ich mir hier manchmal gewünscht, Gitarrist Johannes würde an manchen Stellen länger ausharren. Die Läufe waren bei beachtlichem Tempo alle einwandfrei gespielt, keine Frage. Aber oft stellte sich einfach kein Ruhepunkt ein. Es ist wohl eine Frage des Geschmacks.
Generell aber funktionieren die Instrumente hier miteinander sehr gut, jeder bringt passende Fills ein, was fehlt sind aber eindeutig Backing Vocals. Da Sängerin Felicitas eine sehr schöne, aber auch sehr hohe Stimme hat, wäre es empfehlenswert, das durch ein paar Männerstimmen auszugleichen und abzurunden.
Zu sehen sind Sungazer das nächste Mal am 11.03.2016 im Wiener Escape.

© Ryotts

© Ryotts

Headliner des Abends waren die Ryotts aus Oberösterreich, die in Wien ihren Album-Release für das zweite Studioalbum Universe veranstalteten.
Nachdem ich diese Gruppe als Vorband von FREDDIE RED (Review) im Wiener Shelter einmal verpasst hatte, die letzten fünf Minuten ihres Sets allerdings noch hören konnte (und die waren echt gut!), wollte ich mir unbedingt bei nächster Gelegenheit einen kompletten Auftritt ansehen. Um 22:30 Uhr dieses Abends war es dann endlich so weit.
Als ich den Sänger hörte, wusste ich wieder genau, warum ich diese Band sehen wollte. Oliver Zinhobl hat eine kraftvolle, beeindruckende Stimme, die definitiv auf die Bühne gehört. Auch showtechnisch lassen die Ryotts nicht zu wünschen übrig – das Publikum wurde total mitgerissen (auch, wenn es an diesem Abend ein kleines war). Bass (Jürgen Wachholbinger) und Schlagzeug (Thomas Buchinger) arbeiten gut zusammen, die Gitarren (Oliver Zinhobl, Bernhard See) passen, das Gefüge stimmt. Am Ende kommt dabei dann etwas heraus, das die Band selbst als Modern Grunge bezeichnet.
Aber was war dann los? Beim dritten Song Cocktail (Oliver Zinhobl: „Zu Deutsch: ‚Schwanzschwanz’“) hat noch alles gepasst. Dann riss Bernhard See eine Saite. Die Pause, um dieses kleine Missgeschick zu beheben wurde für ein cooles Schlagzeugsolo genutzt. Dann ging es allerdings stimmlich ziemlich bergab: beim nächsten Song Message to My Kid waren zunächst ein paar schiefe Töne dabei. Bei der fünften Nummer Universe (deren Titel das neue Album trägt) wurde momentweise stimmlich ganz ausgesetzt. Beim siebenten Song Trots war die Stimme dann offensichtlich angeschlagen, bis angekündigt wurde, dass die nächste Nummer Drug Addict die letzte sei. Deep Water wurde somit nicht mehr gespielt. Das war wirklich schade, schließlich hatte ich mich echt auf dieses Konzert gefreut. Trotzdem bin ich sehr froh, die Ryotts gesehen zu haben, und freue mich auch auf die nächste Gelegenheit. Die stimmliche Verfassung erklärte mir Oliver Zinhobl dann nämlich noch: „zu viel gefeiert die letzten Tage, außerdem hatte der Bernhard Geburtstag…“ Aso. Na dann ist das zum Glück ja nur temporär!

Mehr Infos / Photo Credits:
© I’m A Sloth http://imasloth.bandcamp.com/releases
© Sungazer http://www.bandpage.com/Sungazer
© Ryotts http://www.ryotts.com

Gig Review: Wishbone Ash, 11.02.2016

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© Wishbone Ash

© Wishbone Ash

 

In course of their „ROAD WARRIOR“ tour, Wishbone Ash did a show at Vienna’s Reigen on the evening of february 11th. The location was perfect for the event, regarding not only capacity and ambience, but also its great sound quality. The people in the audience were mostly, well, about 50 years old – which is of course not surprising, considering the band was founded in 1969. I am still glad, though, that there were a few young people, too – such a shame to miss out on a group like this one!

Wishbone Ash – a British band who counts its 45th year, are now on the road in a group of four, with Andy Powell (guitar, vocals) being the only founding member left. Like so many other great rock bands, Wishbone Ash has undergone lots of changes considering band members. The momentary line-up is completed by Bob Skeat (bass, backing vocals), Muddy Manninen (guitar, backing vocals) and the fairly young Joe Crabtree (drums).

After opening the show with The Power of Eternity, they presented some material from their latest and 25th studio album Blue Horizon, which was released in february 2014. They selected the tracks Deep Blues and Way Down South. The most songs, however, were from their third album Argus: Sometime World, Throw Down the Sword, Blowin’ Free and Warrior (one of their greatest, to be sure).
Furthermore, they played evergreens such as Open Road, Front Page News, Rock ‘n‘ Roll Widow, The Pilgrim, Heavy Weather and Living Proof.

The crucial thing about Wishbone Ash’s sound are the twin guitars, the band itself listing Thin Lizzy and Iron Maiden (among others) as musical influence. As simple as the idea of simultaneously playing one and the same tune on two guitars may seem: it is not that easy, especially if supposed to have significant stylistic effects. It has to be done with perfect accuracy – or else it is bound to be most irritating for any listener. On that account it is only right to say that Wishbone Ash have perfected this style for their music. How the two guitarists completed each other’s playing during differing parts, however, is probably even more impressive. It was like two instruments having this really unique sort of dialogue where both parties understand what the other wants to say – and not say – at all times. While I had the impression that Powell played more of the solos, Manninen was sure to impress the audience with his glissandi skills (with and without bottleneck). I was no less convinced by bassist Bob Skeat, who played the craziest parts with such ease, constantly smiling, as if he was merely having his morning coffee on a free day. The critical point for me were the drums, which were pretty lax the whole time – I think Joe Crabtree should put a lot more energy and force into his performance.

As last song of the encore they played Phoenix, a ten-minute instrumental track. It was a truly great concert, everything was right: the mood, the band, the audience. The only disappointment for me was that they did not play my favourite song: Helpless. I am afraid that will have to wait until next time.

Further information / photo credits:
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Gig Review: Whitesnake – The Purple Tour, 19.11.2015

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The concert started right on time at 8 pm at Vienna’s Planet.tt Gasometer.

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The Dead Daisies, an Australian band I admittedly had not heard of before, came in support of the main act, promoting their latest album Revolución.
Judging by the logo, I thought they were up to play some punk music, but what they actually – and rather logically – did was hard rock. Generally, The Dead Daisies are a highly professional musical collective, with lots of musicians linked to bands such as Guns N‘ Roses, The Rolling Stones, Thin Lizzy and many more. So as the lights went off, they were announced by Led Zeppelin’s Whole Lotta Love guitar riff, fused with Black Sabbath’s War Pigs lyrics.
This time, they came in a pack of six: singer John Corabi (who also sang in Mötley Crüe) was vocally backed by lead guitarist Richard Fortus (who looks frighteningly similar to Ronnie Wood from The Rolling Stones), an incredibly friendly-looking rhythm guitarist whose name I was not yet able to find out (it was not David Lowy), bassist Marco Mendoza and keyboardist Dizzy Reed. Last but not least there was the insane drummer Brian Tichy, frequently throwing up his drumsticks metres high into the air – catching them again a few seconds later (most of the times, anyway).
They opened their set with Midnight Moses and continued with songs such as Evil, Mexico or Lock’n’Load. In the end, they finished off by covering The BeatlesHelter Skelter…which was of course harder than the original version.
The Dead Daisies are a band that’s really got it together, showing energy and fun while performing, and were thus an ideal motivator for the audience for what was to come up next: Whitesnake.

whitesnake_bandThis time, the announcement’s Led Zeppelin-riff was fused with James Brown’s Sexmachine – indeed an interesting combination.
Having released their latest „Purple Album“ (a compilation of the three Deep Purple albums from the time when David Coverdale was their singer) on May 15th this year, Whitesnake are currently on Purple Tour through Europe.
It is thus self-explaining that there were no new songs to be heard that night. So Whitesnake took a pretty safe path playing all their own evergreens (e.g. Love Ain’t No Stranger, Fool for Your Loving, Here I Go Again and Still of the Night in the encore), but mainly Deep Purple’s old hits, such as Burn, The Gypsy, Mistreated, You Keep On Moving, You Fool No One as well as Soldier of Fortune (played with only one acoustic guitar, or, as Coverdale called it: „a nice piece of wood“), which was the part of the evening where I truly had to hold back by tears, considering this song to be one of my absolute favourites of all bands – all time.
Coverdale certainly is one of the best singers within the hard rock (and partly hair metal) genre, which he proved once again. Even though I would have hoped for a few more of the slower songs, since those are also a strength of his, in contrast to his falsettos and rough parts.

Like on every great and legendary rock concert, you can be sure of hearing extended solos in the form of one-man-shows with nobody else on stage. So, first came guitarist Reb Beach, followed by guitarist Joel Hoekstra, who were „competing“ for the better solo; then came drummer Tommy Aldridge, who first went crazy with his drumsticks, only to throw them into the audience a few minutes later and continue playing without them, banging the drums with his bare hands – amazing! It wasn’t exactly an outstanding solo, I’ve heard more interesting ones, but the way he played it was something I hadn’t seen before. Special credits go to his steady double bass which was flawless even while standing.
The other touring musicians are the Italian Michele Luppi on keys and the rather young (and vocally very talented) bassist Michael Devin.

The atmosphere and musicians‘ vibes of this gig reminded me very much of the AC/DC gig in May: old but gold rockers who know they have achieved everything, yet happily continue doing what they love so much – just for the hell of it…always with a smile on their lips and a bit of madness in their eyes.
Raising awareness of the current happenings around the world, Mr. Coverdale chose the words for that night’s goodbye as follows: „Thank you for having the courage to come here, Vienna; be safe and happy and don’t let anyone make you afraid!“


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http://thedeaddaisies.com (The Dead Daisies) ©
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Gig Review: Graveyard – Innocence & Decadence Tour, 09.11.2015

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What happened on this year’s November 9th is the best example for a win-win situation: both Swedish bands Backyard Babies and Graveyard released their latest albums in August and September, which means that both of them are currently on tour. Since they were about to come to Vienna on the same day, they simply fused their shows, bringing along three more Swedish support bands. So for the price of one act, you got to see five – how often does that happen? Exactly.

The first of five Swedish bands I saw on the evening of November 9th were three young women in red overalls, who followed JUNKSTARS, a band I unfortunately did not manage to see. They came in support of Backyard Babies.
heavy tigerThe female musicians call themselves Heavy Tiger, a name which at first sounded and looked like heavy metal to me. This assumption was wrong, though (Misleading Band Names, the 1st). What followed was some steady classic rock – or, as the band calls it, „High Voltage Rock ’n‘ Roll“. High voltage can indeed be confirmed, for I cannot recall having seen such energetic female rockers live on stage…ever. I was thus very pleased to see these girls with songs such as Chinatown, Girls Got Balls or Heavy Tiger (short but great guitar solo!), which are all to be found on their debut album Saigon Kiss from 2014.

With Maja Linn’s dynamic guitar and vocal performance, backed by solid bass (Sara Frendin) & drums (Astrid Carsbring), this power trio has what I like to call a good foundation. I approved of the way the musicians presented themselves on stage: no explicit front figure, instead guitarist and bassist chose to arrange themselves slightly in front of the drummer’s left and right side. Switching singers (Carsbring took over for one song) and choreographical elements added quality to the performance. Even though the whole thing would look even better with bassist Sara Frendin being less static. The other thing is that Heavy Tiger played songs that were good, but all similar in style, there was no contrast within their set. I would recommend to always include something that is a bit different from the main idea, no matter how little time there is on stage, to prove yourself versatile, which I definitely trust this group to be.

 

imperial state electric

This band, formed by Nicke Andersson after the break-up of The Hellacopters in 2008, is a true gem. Imperial State Electric is a band that successfully pursues real rock music. The group came in support of Graveyard.

The group consists of Andersson (vocals, guitar), Dolf de Borst (bass, backing vocals), Tobias Egge (guitar, backing vocals) and Thomas Eriksson (drums), whereby the formation underwent several constellations throughout the gig. Andersson is singing most of the time, for one song, however, Egge became the singer. At first I thought this wasn’t such a good idea, because his backing vocals hadn’t convinced me up until then. I was thus really surprised that he actually did have a powerful voice! For another song, de Borst handed his bass to Egge, and took over the vocals as new „frontman“. De Borst, in contrast to the more melodic and bright Egge, had a rougher sound. Things like switching instruments and singer are so fantastic because they prove how talented and experienced the musicians are, guaranteeing very high quality, especially if everything goes right, which it absolutely did. Fascinating, too, was that all three singers have completely different voices and timbres – so within one setlist, ISE practically created three bands instead of one. Nevertheless, Andersson is the most talented singer of the three, and the best choice for a frontman.

Though I simply could not tell which band or artist exactly ISE reminded me of, there was hardly a rock band it didn’t remind me of. These musicians seem to be taking out all the good bits and pieces of several great rock bands, be it Guns N‘ Roses, The Darkness, The Who: name it and you will find something of it in Imperial State Electric’s music. This does not mean that they simply copied – they do have their own style, but you can hear that they know rock music – and you can see it, too: their performance included perfectly simultaneous twin guitar sequences, a by-the-way Day Tripper riff within a song, and last but not least a great ending, where all three singers fell to their knees at once. Well done!

 

backyard babies

My expectations for Backyard Babies were high, considering that this band exists for over twenty years, got a Swedish Grammy and supported artists such as Alice Cooper, AC/DC or Motörhead.

Founded in 1987, singer Tobias Fischer was replaced by Nicke Borg after only two years. By Borg’s side are Dregen on lead guitar, who also had several projects with Nicke Andersson from ISE, Johan Blomqvist on bass and Peder Carlsson on drums. The group functions, definitely, the musicians are mostly energetic (especially DregenBlomqvist not so much) and work together – but I expected more. Even though they call their genre rock ’n‘ roll, I think what they do is punk rock. Or did, since it seems their best days are over. The first half of the show did have a rough and punky edge considering the songs, but it all turned shallow toward the end, with songs like Th1rt3en or Nothing, White Light District or Bloody Tears from the latest album Four By Four. Their melodies were nothing special, the lyrics boring. It almost sounded like pop music in the end – some sort of Bon Jovi trying to do punk rock. The track Wasted Years was not an exception – but that one had a catchy tune, I’ll give them that.

 

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Finally, Graveyard made their way onto the stage. Graveyard, too, is a band from Sweden, which formed in Gothenburg in 2006. On September 25th they released their new album Innocence & Decadence, from which (among others) they included the fantastic track Too Much Is Not Enough and The Apple and the Tree in that night’s setlist. There was no greeting, the band started playing right away, and actually kept on – without break – for the rest of the show.

Not knowing too much about Graveyard, I was not sure what exactly to expect (Misleading Band Names, the 2nd) – besides being aware of the band defining itself as a classic heavy rock, blues and psychedelia group I only knew a few songs beforehand, mostly from their second album Hisingen Blues. From that album, released in 2011, Graveyard played the cover title Hisingen Blues, Buying Truth, as well as The Siren in the encore, which is one of their best-known singles – and in my eyes the best song of the gig.

It was interesting to see that while during the first half of the concert guitarist Jonathan Ramm was doing most of the solo-work, it was singer Joakim Nilsson who presented his guitar skills in the second half. I was impressed by the fact that this did not diminish his vocal performance at all – Nilsson has an incredibly strong and uncompromising voice, which he proved throughout the whole show. Moreover, the singer shows great variety in style, that ranges from melancholic blues tunes to high and loud screams. The only thing that puzzled me about him is that on one hand you have this great performance, while on the other Nilsson seemed to be sort of tired or down – but maybe that is just his way, who knows.

Jonathan Ramm as well as bassist Truls Mörck, who replaced past member Rikard Edlund, seemed rather unmotivated to me throughout the set. This was actually the overall-impression I got from Graveyard, even if they played really well. The only exception, in that respect, was drummer Axel Sjöberg, who can doubtlessly be called a living machine. He seemed to be putting his whole self into this show – and I am confident he does so every time. Generally, Graveyard have quite a hard, edgy sound, with a few calm, bluesy parts „sprinkled“ over the songs. Interestingly – and with good reason -, those were exactly the parts the audience loved most. I would have hoped for more, because that is the style which in my eyes fits the band’s sound and strengths best, but it remained exclusive in that night’s setlist.


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Gig Review: Psycho Village, 30.10.2015

Blog, Gig Review

Am Abend vor Halloween versammelten sich sechs Bands im Wiener Viper Room zu einem musikalischen Potpourri:

apollon’s return
Still Thinking
Rocky Mc Callister
Pink Moon
Psycho Village
Shade of Illusion

 

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Ich traf zum Beginn der Gruppe Rocky Mc Callister ein, die beim Soundcheck – zu meiner Freude – etwas punkig klangen. Die 2012 gegründete Band aus Strasshof, bestehend aus vier Musikern (Josko – Vocals/Guitar, Bizzy – Vocals/Guitar, Börni – Vocals/Bass/Trumpet & Matuz – Drums) konnte mich allerdings nicht überzeugen. Denn obwohl das Repertoire der Truppe durchaus sing-along Material beinhaltet (was ja zur Fan-Gewinnung kein schlechter Ansatz ist), handelt es sich beim Frontmann um einen der stimmlich wenig begabten Sorte. Töne-Treffen kam hier nur selten vor, gleiches gilt für die Backing Vocals des Bassisten. Die des zweiten Gitarristen waren stimmlich zwar schon eher in der richtigen Gegend, allerdings zu schüchtern.
Abgesehen vom relativ tighten Drummer war die Band instrumental eher bescheiden unterwegs (Taktschwierigkeiten, nicht-simultane twin guitar-Parts, …) – was ich mir bei Punk noch einreden lasse. Dass dann aber so gut wie jeder Song schnulzige Lovesong-Lyrics aufweist, passt wiederum nicht ins Bild.
In meinen Augen muss hier noch viel gemacht werden – eine kleine, aber tüchtig mitsingende Fangemeinde gibt es hier dennoch.

 

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Veränderung erwartete das Publikum bei Pink Moon. Im Vergleich zu vor ein paar Monaten stellt man nun fest: Glockenhosen weg, Mantel weg, Haare ab. Kündigt sich hier ein Imagewechsel an? Im kurzen 30-Minuten-Set präsentierten die vier Musiker u.a. drei brandneue Songs, darunter Fly Away – die beste Nummer des gesamten Abends. Bei einem gut durchdachten Aufbau sowohl stimmlich als auch instrumental durchaus verdient. Besonders positiv: die deutlich hörbare Steigerung des Sängers Alexander Baulesch, der sich nun auch in etwas tieferen Lagen wohlzufühlen scheint.
Vielleicht ist es nach dem Optischen nun auch Zeit für ein paar veränderte Sound-Einstellungen? Vorschlag: Stimme lauter, Gitarre leiser und weniger Bass-Distortion.

 

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Der Headliner des Abends war Psycho Village, eine zuweilen ziemlich erfolgreiche Band: drei Top-10-Singles in den österreichischen Download-Charts, knapp 10.000 verkaufte Tonträger und Auftritte mit u.a. Placebo, Imagine Dragons, Queens of the Stone Age und Korn lassen hohe Erwartungen entstehen.
Tatsächlich hatte man gleich beim energetischen Einstieg den Eindruck, hier ist ein Trio, das weiß, was es tut. Vor allem Sänger Daniel Kremsner darf sich getrost Rampensau nennen. Daumen hoch gibt es auch für die Filmleinwand im Hintergrund. An dieser Stelle endet das Lob allerdings – viel mehr war nämlich nicht dahinter.
Kremsners Stimme ist zwar kräftig, aber nicht präzise. Ohrwurm-Potential mag der ein oder andere Song – beim ein oder anderen Teenie – vielleicht haben, doch spätestens beim Cover von Ushers DJ Got Us Fallin’ In Love kam ich mir vor wie im falschen Film. Ohne an dieser Stelle auf die musikalische Fragwürdigkeit des Originals eingehen zu wollen, muss ich doch klar stellen: das war ein eindeutiger Reinfall. Musiker, die sich als Modern Rock / Post-Grunge – Gruppe definieren, und dann sowas? Ich bin der letzte Mensch, der Covers ablehnt, vor allem wenn man dem Original eine persönliche Note verleiht. Sie sind wohl nicht zuletzt der sicherste Weg, das Publikum mitzureißen – ein paar Gedanken zu Titelauswahl und Interpretation sollte man sich dennoch machen.
Vielleicht hatte die Truppe einen schlechten Tag, vielleicht ist aber tatsächlich nicht mehr dahinter – eine Annahme, die durch das Fehlen jeglicher Zugabe-Rufe plausibel erscheint.

 

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Abschließend betraten Shade of Illusion die Bühne. Drei Instrumentalisten (Drummer, Bassist, Gitarrist) und eine Sängerin, alle vier im Grunde in Ordnung. Instrumental hält man sich hier an gängige Rock-Schemen, die zwar keine großen Überraschungen beinhalten, aber solide sind. Training in puncto Sicherheit und Tightness ist aber auch hier sicherlich nicht verkehrt.
Die ersten angestimmten Töne der Frontfrau hatten auf mich einen durchaus positiven Eindruck: mit einem eher tiefen Timbre hört man der energiegeladenen Sängerin gerne zu. Bald aber wurde klar, dass sie sich ausschließlich in tiefen Lagen beweisen konnte. Sobald höhere Tonlagen oder Schleifer nach oben kamen, kippte die Stimme. Das Halten von Tönen erfordert Übung und ist alles andere als einfach – gleichzeitig aber auch unbedingt notwendig.

 

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Zu den beiden ersten Bands apollon’s return (Experimental Rock) und Still Thinking (Alternative / Indie) habe ich es an dem Abend leider nicht geschafft. Aber der nächste Gig kommt bestimmt!

 

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© Still Thinking

© Apollon’s Return

Gig Review: John Mayall, 28.10.2015

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Going to this gig was a true impulse action, since it would be inadequate calling myself a John Mayall-fan. Knowing his impact on British Blues, however, I did not want to miss out the opportunity to see a musician who had so much influence on the development of a whole genre.

John Mayall, or „The Godfather of British Blues“, as he is often referred to, began publishing blues music with his Bluesbreakers in the early 1960s and has since had lots of projects with musicians such as Eric Clapton and Jack Bruce (who later left to form Cream) or Peter Green, John McVie and Mick Fleetwood (who became Fleetwood Mac), as well as Mick Taylor who joined the Rolling Stones. It is thus obvious that this man is a talent one should not miss out on seeing.

So there we were, my brother and me, standing somewhat in the middle of the crowd at Porgy&Bess in Vienna. And to make things official: I shall not go to a sold-out concert there ever again. The heat was unbearable, the air unbreathable. Moreover, we had to wait ages before we were even able to get into the club, and then the staff forced us to hand over our jackets – a thing I rarely do when going to a concert. I was thus quite displeased with the location, even though it does have a nice ambience.

But now to the music. There were some things about John Mayall and his group (Rocky Athas on guitar, Greg Rzab on bass and Jay Davenport on drums) that did impress me, such as Mayall switching back and forth between guitar, harmonica and keys while singing the entire set by himself – which does include the risk of hitting a few wrong keys not even Mayall was immune to. The drummer was fantastic, and the bassist had some impressing tricks which he showed off during his solo towards the end of the show. I was also convinced by the strength and quality of Mayall’s voice.

The guitarist, however, left a rather meek impression on me. Generally, the setlist and song arrangements were – sadly – quite boring. When going to a blues concert, what I expect to hear are pain and agony – which is mainly what the Blues is about. But Mayall and band seemed to find it more fitting to play mainly happy clap-along songs. Is it because that is what the audience craves? I, personally, was quite disappointed. Within the two-hour set there were only two or three „deeper“ songs, including Dirty Water and Stormy Monday, which were the two highlights of the evening. During Stormy Monday was the only time I felt goosebumps (or rather bluesbumps, as I now find to be the more fitting term) – which, for a true blues gig, is simply not enough.
It is not as though Mayall does not have tons of songs like that in his repertoire – he just did not play them. And the question remains: why?

Comparing Mayall to Eric Burdon – another blues legend – whom I saw in summer at the Lovely Days Festival 2015, my expectations were definitely not fulfilled. I cannot be mad with the man though. He did really put his energy into the show and had such a warm and welcoming attitude – maybe the next concert will be at a better time, at a better venue, with a more exciting setlist.

 

Gig Review: David Gilmour – Rattle That Lock Tour, 12.09.2015

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It was in this year’s April that I managed to purchase tickets for this concert. The plan actually was to combine the concert in Verona, scheduled for 14.09. with my holiday in Italy. Due to immense demand, these tickets were sold out completely in less than a minute, while I was hopelessly trying my luck online. Not accepting this defeat, plans were re-scheduled, and tickets for the gig a few days earlier in Pula, Croatia, were bought.

Needless to say that David Gilmour naturally only picked out the very finest locations and venues (if one may still call it that). The European tour included six stops, starting in Pula, continuing in Verona, Florence, Orange and Oberhausen and finishing with several gigs in London’s Royal Albert Hall, where countless legendary musicians have had (or given) the honour to play. The North American Tour is supposed to follow in 2016.

The concert took place in the historical Arena of Pula, a well preserved Roman amphitheatre and a stunning monument of times long gone by. Adding to this outer ambience, the light technicians of the show, as well as the huge round screen with countless animations and videos – a part of every Pink Floyd (or in this case David Gilmour) concert – completed the atmosphere of the gig, making the evening a real spectacle. The only problem was a quite serious lack of organisation concerning the Croatian hosts. Not being able to find our seats (nobody from the staff could tell us where they were) we had to sit on the Arena’s floor for the first half of the concert. In the announced twenty-minute-break, we finally managed to get our seats. Sitting on the floor, however, did have one huge advantage: we were extremely close to Gilmour. As a ’normal’ part of the audience, you really could not get to him any closer than that, and the sound in the Arena was great.

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Before reviewing the protagonist’s performance, however, a word or two should be said about the other musicians involved. There were a drummer, an acoustic guitarist, a bassist, a keyboard player, a man who played – as it seemed – almost every brass instrument there is, as well as one female and one male background singer. Without a doubt all of them were professionals, delivering high musical quality all the way through. I was especially thrilled with the male backing voice (the female rather went down in comparison) and the brass instrument player, who once had to switch a huge saxophone with one of less size within only a few seconds during a song. He managed, being really only a few hundredths of a second late, which, I am sure, not many people noticed at all. Mr. Gilmour did, though.

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It is thus merely from the outside that the maestro has aged. His musical abilities are astonishing, just like in Pink Floyd’s best days. Presenting his one-and-only David Gilmour guitar sound with ease and having a very unique voice, which already had quite a mature timbre to it in his earlier days, he yet again manages to keep his standards and fulfill his fans’ expectations. Gilmour pleased a lot of people with his choice of songs for the setlist, including all-time-hits such as Time, Money, Wish You Were Here, Shine On You Crazy Diamond, High Hopes, and many others. From the new album Rattle That Lock (Gilmour’s fourth solo album, which the tour is named after) he played the 5am and the title track as the opener to the evening, as well as The Girl in the Yellow Dress, which was a personal highlight for me, and four other new songs. Toward the end of the evening Gilmour mentioned the album and its publishing delay. He did not, however, explain what caused the delay, but instead announced it would be out soon…and so it was published on 18.09.

Even though I dislike saying it – these might be Gilmour’s last album and tour(s). The music is definitely worth listening to and I even more recommend to go ahead and be part of one of the tours’ stops – I am damn glad I have been!

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© David Gilmour
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Gig Review: AC/DC – Rock Or Bust World Tour, 14.05.2015

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It was the largest gig played in Austria – ever. And with approximately 115.000 fans attending, the event actually felt like a huge festival rather than a concert evening.
The massive amount of visitors was not surprising though – AC/DC are one of the few legends left to be seen on stage. And they did not fail to impress.

The show started quite on time on a nice and warm spring evening in Spielberg. The first song was Rock Or Bust from their same-titled album released in November 2014. From the beginning on the band played tight and fast – no warm up needed. Brian Johnson and his 68-year-old voice are as fit as ever, same counts for lead guitarist Angus Young and his Gibson. Sadly, rhythm guitarist Malcolm Young had to retire from AC/DC after being diagnosed with dementia last year as well as fighting heart and lung issues. In his stead nephew Stevie Young plays the rhythm guitar now – according to bassist Cliff Williams „an obvious choice (…) a good fit“. On the drums they now have Chris Slade who played as guest with AC/DC in the 90s, replacing Phil Rudd who is currently fighting charges of drug possession and threatening to kill.

The Australian musicians performed a Greatest-Hits-Show, along with a few bits and pieces from the new album such as Play Ball, giving the audience exactly what they craved. The setlist included all the most famous tracks: TNT, Hells Bells, You Shook Me All Night Long, Thunderstruck, Shoot to Thrill, Hell Ain’t A Bad Place To Be, Back In Black and more. At the end of Let There Be Rock Angus Young proved himself star of the evening by playing a phenomenal solo that surely inspired every guitar player in the audience. The encore with its much expected Highway To Hell and For Those About To Rock (We Salute You) reassured each and every fan that coming to this concert was the only possible choice.

What the fans got from AC/DC that night was true musical quality. There was no fussing, no extensive talking, – and no – not much communication with the audience either. That might have been one of the reasons for the pretty quiet mass of (mostly middle-aged) visitors – or maybe the venue was just too big to really build up decent noise and cheers.

Anyway, this band convinces the fans by its music, talent and endurance – and adds fantastic light shows, screen animations, canon shots and fireworks to the evening spectacle. Fact is: there are not many groups left on this planet who rock as hard as AC/DC, it was an honour seeing them live.

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© AC/DC

Gig Review: Tenacious D, 05.02.2015

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Once again I had a lucky hand in getting a last-minute ticket for the Tenacious D gig in Vienna, even for less money than I had expected. The venue was the same Jack White played just recently, so it’s no news that the sound quality of Gasometer was rather a questionable one (read the Jack White gig review here).

Due to several reasons I did not manage to see the opening act Sasquatch.
Anyway, I came to see Jack Black and Kyle Gass, the two guys who constitute Tenacious D. They came with nothing but their acoustic guitars in hand, unplugged, and did not have any supportive instruments such as drums, bass or electric guitar. Even though this means very few instrumental possibilities, I think they did quite well.

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With Kyle Gass being an acceptable guitar player and Jack Black a truly convincing singer, the crowd did not need much more to be entertained. Anyway, there were some moments in which the guys (mainly Kyle Gass) were clearly out of rhythm, but this is not surprising when playing without a drummer. Gass, however, made up for it by eventually playing three flutes at the same time.
They started the show with the in-your-face title Tribute, something nobody really expected that early. During the two-hour show, Tenacious D served one hit after the next to the hungry audience, who knew all the lyrics by heart. Among their legendary songs like Dude, Kickapoo, Rage Cage and Fuck Her Gently, which was sung by the crowd during a short break from beginning to end, Tenacious D apparently wanted to use the evening to teach the audience some Rock’n’Roll history by covering Led Zeppelin (Rock and Roll), Black Sabbath (War Pigs) and The Beatles (You Never Give Me Your Money, The End). They did this really well, in their own special way.

It was visible throughout the whole gig, however, that the two guys did not really seem to enjoy what they were doing. You could see and feel that performing the show was indeed plain work for them. With predictable sketches and jokes they tried to keep up appearances, but there was no joy in their eyes. This is no surprise, though. They are famous for their humour, the masses know them for it, and therefore expect to see exactly that. And if the crowd does not get what it wants, the consequences for the musicians might be very bad ones. This leaves the artists no real space for experimentation and development. Quite a shame, especially with Jack Black uncompromisingly proving to be such a highly talented musician.

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Gig Review: Concreo, 27.11.2014

Blog, Gig Review

Der Abend des 27.11.2014 im Viper Room Vienna sorgte mit vier Bands für ein Unentschieden.

Es begann mit Goldeswert, einer dreiköpfigen Truppe: Sängerin, Gitarrist, Bassist. So weit so gut, von der Konstellation war ich im Rahmen des „Rockzone“-Abends positiv überrascht. Dass allerdings ein Drummer fehlte, sorgte bereits vor dem Start des Auftritts für ein leicht mulmiges Gefühl bei mir. Dieses wurde bald bestätigt: die Beats waren mithilfe einer Musiksoftware am Computer „komponiert“ und wurden beim Gig lediglich abgespielt. Da wäre es besser gewesen, gänzlich auf Schlagzeug zu verzichten, das hätte Mut bewiesen.
Die (Rock?-)Band konnte mich prinzipiell nicht überzeugen. Die Dame an der Front hat zwar sicherlich stimmlich Potential, für meinen Geschmack wurde allerdings zu viel und zu hysterisch geschrien. Zudem waren die Texte der deutschsprachigen Songs sehr einfach gehalten, obwohl auf deren Tiefgang verwiesen wurde (veranschaulichendes Beispiel: Track  Schau‘ nicht hin: Schau nicht hin‘ x2 / bleib‘ doch drin‘ x2 / lebe blind x2; usw. usf.).
Einfach blieb man auch bei den Instrumenten: das Gitarrenspiel erinnerte eher an Anfängerlektionen, die wenigen Soli waren undynamisch und plump. Am besten gefallen hat mir an dieser Band der solide Bassist.
Positiv aufgefallen ist mir die Leichtigkeit, mit der die Band performt hat, die Aufgeschlossenheit der Sängerin gegenüber dem Publikum als auch das Einbauen von Show-/Bewegungselementen der beiden Instrumentalisten; musikalisch ist diese Gruppe allerdings nicht mein Fall.

Weniger positiv gestimmt wurde ich dann Zeugin des Auftritts der nächsten Band: Broken Ego. Die Besetzung unterschied sich in männlichem Sänger und einem Drummer zur Vorband. Ich wusste nicht, was mich erwartet, und war enttäuscht von dem, was kam: Electronic Rock.
Ich lauschte der Band bei ihren acht Songs (die drei unangekündigte Cover von Nine Inch Nails, Tears For Fears und Shaka Ponk enthielten) und es wurde einfach nicht besser. Sänger Chris Ego lag bei den Tönen oft daneben, das Drumming war nicht tight genug.
Hoffnungsträger war Gitarrist Mani Strasser, der mit Gibson und Slash-Zylinder seine Kollegen musikalisch überrundet hat. Hier kam eine ganz andere Wirkung rüber, sowohl bei der Handhabung und dem Umgang mit seinem Instrument, als auch vom musikalischen Können her. Trotzdem bekam ich den Eindruck, dass der Musiker sich in diesem Ensemble nicht verwirklichen kann. Seine Parts waren komplett an die Synth-Pop-Songs angepasst und erlaubten keinen Freiraum. Schade, ich hätte gerne mehr von ihm gehört.

Langsam schlich sich bei mir das Gefühl ein, dass ich nicht zu diesem Konzertabend hätte kommen sollen. Zum Glück habe ich es doch getan, denn die Band, die als nächstes dran war, machte alles wieder wett: Mothers of the Land. Das Instrumentalisten-Trio aus Gitarrist, Bassist und Schlagzeuger sorgte mit sieben Titeln für eine totale Wende. Bisher kannte ich die Gruppe nur vom Hörensagen, ich war also gespannt auf ihren Auftritt und wurde positiv überrascht.
Hier war ein Drummer (Jakob), der sich komplett ins Zeug legte und seinen zwei virtuosen Kollegen rhythmisch den Weg wies. Bassist Jon überzeugte mit virtuosen Licks, während Gitarrist Georg melodisch den Ton angab, auch wenn sich beide hin und wieder verspielt haben. Als Teil des Publikums habe ich den Eindruck bekommen, dass in dieser Band hauptsächlich der Gitarrist „das Sagen“ hat. Trotzdem ist das Zusammenspiel des Trios stimmig. Die Rockband hat anspruchsvolle und hochwertige Tracks zu bieten, die durch Elemente wie Pausen, Akzentuierungen und Rhythmusvariationen als auch einem Stilmix von hart bis ruhig-melodisch für Spannung sorgen. Eine Band ohne Sänger läuft immer Gefahr, das Publikum zu langweilen. Dies liegt an dem simplen Grund, dass oftmals die Mehrheit der Zuhörer nur zum Gesang eine direkte Verständnisbasis und Bindung aufbauen kann, nicht aber zu den Instrumentalisten. Hier muss ich sagen: Mothers of the Land ist eine dieser Bands, die tatsächlich nicht zwingend einen Sänger nötig hat, um den Wagen ins musikalische Rollen zu bringen.
Was ich allerdings vermisst habe, waren die Kommunikation und das Eingehen auf das Publikum. Außerdem wäre es gut gewesen, zumindest ab und zu eine Nummer anzukündigen bzw. die Titel zu nennen. Und: nächstes Mal bitte auf jeden Fall Temple Without Walls zur Setlist addieren!

Nun war mein Vertrauen in den Abend wieder hergestellt, als schließlich der Hauptact die Bühne betrat: Concreo. Diese vierköpfige Heavy Metal-Band, bestehend aus Johnny Phenix (Vocals, Gitarre), Tomy Andjelic (Gitarre, Backing Vocals), Magic Manu (Bass) und Ian (Drums) brachte eine ansehnliche pogende und headbangende Fangemeinde in die Location.
Die Gruppe spielte sechs lange Songs, also keine radiotauglichen 3-Minuten-Tracks. Erster Punkt auf der Setlist war die eingängige Nummer No Pity, No Remorse, No Fear. Prinzipiell hat sich auch diese Band (im Großkonzept des Heavy Metal) mehrerer Stilfacetten bedient, auch ein „Thrasher“ – wie der Frontmann ankündigte – war dabei, sowie vereinzelte – vergleichsweise – ruhigere Elemente innerhalb der Songs, wie etwa bei Believer Or Deceiver oder Freedom Of Choice.
Gefallen hat mir an dieser Gruppe die Bühnenpräsenz und die Interaktion mit dem Publikum. Musikalisch gesehen muss die Band sich trotzdem bemühen, möglichst viele Gigs zu spielen, um sich an die Situation – und auch den neuen Drummer – zu gewöhnen. Man sieht Sänger Johnny noch seine Unsicherheiten an, was sich auch im Gesang hörbar macht. Wenn man dazu noch Gitarre spielt – was er technisch auf einem sehr hohen Niveau betreibt – macht das die Sache natürlich nicht einfacher. Die Devise lautet hier also möglichst viel live auftreten.
Die kreativen Ideen und Melodien der Band wecken Interesse – offensichtlich wird hier intensives Teamwork betrieben, wie mir der Sänger in einem späteren Gespräch bestätigte. So eine ausgewogene Mentalität findet man nicht bei jeder Gruppe, ist aber der vielversprechendste Weg – weiter machen!

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Concreo

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Concreo

Weitere Infos / Empfehlungen / Photo Credits:

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Gig Review: Uriah Heep – The Outsider World Tour, 19.11.2014

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After years and years of missing this band, it was on 19.11.2014 that I finally got to see Uriah Heep at Szene Wien. It was a tough decision, since Slash played a concert in Vienna on the same day…but I chose Uriah Heep, and was not disappointed.

Formed in London in the year of 1969, Uriah Heep is a band often referred to as one of the „Big Four“ of Hard Rock (next to Black Sabbath, Deep Purple and Led Zeppelin) and a true legend.
Having sold millions of records, their latest and 24th studio album „Outsider“ was released in June 2014 and songs from it are performed on the current world tour. The album also features bassist Davey Rimmer, who joined the band after the death of former bassist Trevor Bolder, who died of cancer in 2013.

First things first: the band was definitely worth the wait. They managed not only to fulfill, but to even top all the expectations I had. Apart from  playing and performing brilliantly, they also had a great show and a good setlist. The thing that amazed me most, however, is the atmosphere they managed to create, and the strong presence they had on stage. They seemed to be so excited to be back in Vienna again, yet they radiated that certain professional calmness that only real experts can have. Their joy completely captured the audience, and none of it seemed fake.
Singer Bernie Shaw, who joined the band in 1986 after the death of original singer David Byron, is tremendously talented and has great power in his voice, which he managed to apply on every note. Apart from that, he is a great entertainer, informing the audience about the fact that this Wednesday was „not Mittwoch…just an early Friday!“.

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Bernie Shaw

Instrumentally, there is truly nothing negative that can be said about this gig, or, in fact, the band itself. Mick Box, guitarist and founding member of the band, had a permanent smile on his face and convinced not only by his skills, but also by his creative guitar tricks and crazy hand moves.

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Mick Box

Then there was Phil Lanzon on keys, who joined the band in ’86 and also proved his vocal talent. Lastly, the two „newer“ members, drummer Russell Gilbrook (2007) and left-handed bassist Davey Rimmer (2013), who make a great match and provide the best possible rhythmical basis for Uriah Heeps‘ music. I think I’ve never seen a bass with that long a neck as Davey Rimmer’s.

The band played songs from the new album „Outsider“ such as The Law and the great track The Outsider. Generally, I can truly recommend this latest album, there are great tracks on it with genuine Heep-Sound. Amongst the setlist, they also played Sunrise (a personal highlight for me) and the 10-minute Prog Rock track The Magician’s Birthday (here, Bernie Shaw let us now that they would play this extra-long song, simply because they can, and because they send all those three-minute radio songs to hell). The concert also included the world-famous hits Gypsy, Easy Livin‘ and, of course, Lady In Black, on which the audience transformed into a huge choir.

It is such a great feeling when you get to see musicians who really know what their profession is all about. And after decades of playing, they still manage to deliver such happiness on stage, which makes everybody in the audience forget the world outside for a few hours.

Cheers to this gig, cheers to Hard Rock, cheers to Uriah Heep!

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Uriah Heep

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Gig Review: Roadwolf, 21.11.2014

Blog, Gig Review

Es war ein groß angekündigter Gig, der am Freitag des 21. November im Wiener Escape (escape-metalcorner.at) stattfand. Ein Line-Up aus den drei Bands Diamond Falcon, Roadwolf und Lizzy Borden garantierte einen Heavy Metal-Abend vom Feinsten.

Ich kam gegen Ende des Auftritts von Diamond Falcon im Lokal an. Mit viel Humor und dem wohl originellsten Mikroständer, den ich je gesehen habe (ein Falke mit leuchtenden Augen war daran montiert) starteten die Musiker energiegeladen in den Konzertabend.

Mein Ziel des Abends war allerdings nicht der Hauptact Lizzy Borden, sondern Support Roadwolf. Mit Diamond Falcon und drei weiteren Bands (Wildhunt, Liquid Steel und High Heeler) bilden Roadwolf die „Austrian Heavy Metal Alliance“ (AHMA): eine Kräftevereinigung, die es sich zum Ziel gemacht hat, den Heavy Metal in Österreich wiederzubeleben, zu unterstützen und in die restliche Welt zu tragen.
Gelungen ist Roadwolf das auf dem Wacken Open Air 2014, ihrem bisher größten Auftritt.

Dass diese Band was draufhat, erklärt sich also bereits von selbst. Kompromisslos starteten die Musiker mit der Nummer Never Surrender. Eine gute Entscheidung, denn bereits hier war das Publikum gefesselt.
Der Gig verlief steil nach oben, mit jedem Song wuchs die Energie im Raum und der Enthusiasmus sowohl auf Seiten der Band als auch des Publikums. Professionell war ein Track gefolgt vom nächsten, es gab keine langatmigen Pausen dazwischen, die die Stimmung dämmten. Ganz im Gegenteil: hier mussten die Zuhörer nicht einmal dazu aufgefordert werden, Stimmung zu machen: bei einem Roadwolf-Konzert passiert das von selbst. Dadurch, dass die Band neben eingängigen Songs und großartigen Musikern auch Optik, Bühnenpräsenz und einfallsreiche Showelemente vorweisen kann, wird das Publikum positiv gefordert und inkludiert. Und das wird mit entsprechender Stimmung und Resonanz belohnt.
Als vierten Song spielte die Gruppe Pumping Iron, fast schon eine Hymne, wenn man sich ansah, wie viele Leute mitsingen konnten. Nach Wheels Of Fire, einem weiteren Publikumsliebling, wurde Straight Out Of Hell angestimmt. Dieser Song startet etwas langsamer, was einen guten Kontrast in der Setlist bildete, heizt dann aber richtig ein. Fantastisch waren hier vor allem die versetzten Backing Vocals, die ähnlich wirkten wie ein Echo. Bei der letzten Nummer wurde abgestimmt zwischen Condemned To Rock und Roadwolf, wobei letzterer Song das Rennen machte. Kein Wunder: die epische Rocker Roller Seeker-Trias der Lyrics findet sich ebenfalls auf den Fan-Shirts wieder, die man auch dieses Mal oft im Publikum erspähen konnte.
Der Sound war gut, besonders den Gesang von Frontmann Aigy konnte man perfekt hören, was sich bei Konzerten oft nicht von selbst versteht. Generell war ich sehr begeistert von der Leistung des bassspielenden Sängers: er hat sich sowohl in den tiefen als auch den hohen Tonlagen bewiesen.
Drummer Mano sorgte mit seinen unvorhersehbaren Wahnsinns-Beats für Überraschungen und bildet sichtlich den Anker der Band. Lead-Gitarrist Valentin und zweiter Gitarrist Johnny stellten ihren Teamgeist in Spiel und Performance unter Beweis. Hier merkt man: das funktioniert (obwohl Johnny erst wenige Monate bei Roadwolf ist), der Zuwachs tut der Band offensichtlich gut.

Ich habe nun schon einige Roadwolf-Gigs gesehen, nach diesem kann ich aber getrost sagen: das war der beste. Eine Steigerung ist definitiv zu verzeichnen, die Musiker wissen, was sie wollen und wie das am besten umzusetzen ist.
Ich bin nicht im Heavy Metal zu Hause, aber diese Band bietet diesen großartigen back-to-the-roots Sound der 70er/80er Jahre (NWOBHM – New Wave of British Heavy Metal), der einfach nur gefallen kann. Eine klare Empfehlung – verpasst sie das nächste Mal nicht!

Diamond Falcon, Roadwolf & Lizzy Borden

Diamond Falcon, Roadwolf & Lizzy Borden


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Gig Review: Pink Moon, 18.11.2014

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Wieder war ich unterwegs ins BACH, zu zwei mir bekannten Bands:

Die veranstaltende Gruppe des Abends und der erste Auftritt waren Pink Moon, ein Rocker-Quartett aus Wien. Optisch machen die (großteils) langhaarigen Musiker auf jeden Fall was her – „Guat…longe Hoar und Glock’nhos’n!“ wurde im Publikum korrekt festgestellt. Glockenhosen, lange Haare und viel Schmuck – so sieht Alexander Baulesch, der Frontmann von Pink Moon aus.

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Pink Moon

Die Band spielte etwa zehn Songs in gut einer Stunde und lud das Publikum dabei ein, auf eine hochqualitative Rock-Reise zu gehen. Gitarrist Rayno Tchobanov spielt technisch einwandfrei, vor allem das Solo in der ersten Nummer Bonfire war großartig. Hier ist klar: den Zuhörern wird hohes Niveau geboten.
Definiert wird der Sound von Pink Moon vor allem durch den untypischen Bass, der in dieser Konstellation eher als zweite Gitarre fungiert. Das merkt man vor allem durch das Einbauen diverser Licks und Soli – beispielsweise bei der Nummer Sweet: hier wird ein so einprägsamer Bassriff gespielt, den man auch dann nachsummen könnte, würde man um fünf Uhr morgens geweckt werden. Sogar ein Geigenbogen kam bei der Performance zum Einsatz. Leider hat die Technik nicht optimal funktioniert – die Band hörte auf ihren Monitoren den Bass kaum bis gar nicht. Dass dies ein Vielfaches an Konzentration verlangt und gleichzeitig die Unsicherheit steigert, ist klar. Ein paar „Verspieler“ waren also bei den Partnern Bass und Schlagzeug (Michael Fischer) dabei. Nichtsdestotrotz: im Publikum hat es sich gut angehört, wie mehrfach bestätigt wurde.

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Sascha Wagner mit Geigenbogen

Gesangstechnisch ist zu sagen, dass Sänger Alexander Baulesch eine sehr hohe Stimme hat. Diese ist in jedem Fall ansprechend, vor allem bei diversen Schrei-Parts, allerdings ist es schade, dass der Gesang eben ausschließlich hoch ist. Optimal wäre es, eine tiefere Basis zu haben, auf der hochstimmige Highlights gesetzt werden. Dadurch würde der Gesang noch besser zur Geltung kommen und es wäre für mehr Abwechslung gesorgt.
Das Tolle an Pink Moon ist die ehrliche und seriöse Art, Musik zu produzieren und präsentieren. Hier wird nicht vom Wesentlichen abgelenkt, was man findet ist guter, solider „Old School“ Hard Rock, der es schafft, den Zuhörer einzufangen, manchmal auch in Trance zu versetzen.
Bei dieser Band gilt: zum nächsten Gig kommen und sich selbst überzeugen, es zahlt sich aus!

Der zweite Act des Abends, The Crispies, folgte kurz darauf. Das erste Mal habe ich die Musiker als Vorband von Kaiser Franz Josef im September 2014 gesehen (Review dazu hier). Offensichtlich re-inspiriert von Jack White (ich sichtete Sänger Tino Roman beim Konzert am 11.11.2014 im Gasometer, Review dazu hier) ging der Frontman abermals total aus sich raus, sowohl in Bewegung als auch in Gesang. Top-Titel Drowning Horse geht besonders ins Ohr, Abwechslung zu den sonst schnellen „Stonerrock“-Nummern bietet der Track Settle Down Blues, wenngleich die Musiker an ihrem Blues-Feeling teilweise noch feilen müssen. Trotzdem stellt der Sänger hier die Spannweite seiner Stimme unter Beweis. Bass und Linkshänder-Gitarre(n) brachten eine sehr gute Leistung, der Drummer war mir allerdings neu. Hier meine ich, in der Szene Wien – wo mir die Band etwas besser gefallen hat –  jemand anderem am Schlagzeug gesehen zu haben.

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The Crispies

Zwischen den beiden Bands entsteht ein interessantes Gefälle: zwar ist keiner der Frontmänner bewegungsscheu, bei der Kommunikation mit dem Publikum hapert es allerdings noch bei beiden. Bühnenpräsenz ist bei The Crispies mehr vorhanden als bei Pink Moon (vor allem beim Gitarristen), dafür fehlt es den Songs der Crispies daran, wovon Pink Moon reichlich haben: Melodie und Harmonie.

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Gig Review: Jack White – Lazaretto Tour, 11.11.2014

Blog, Gig Review

Not being all too thrilled with Jack White’s latest album („Lazaretto“), I did not pay very much attention to his tour dates. When I found out that he was going to come to Vienna, however, all the tickets were sold out, of course. To my luck, I found somebody who sold his ticket to me last minute.

The support, Lucius, was already playing the last songs when I entered the hall. To be honest, I was not convinced. They sounded very artificial, and I could not exactly identify the style they were trying to head at. It was something Indie-Pop-like.
It was after a few minutes that I actually saw them: two female (twins?) singers, looking identically, plus musicians, who were supposed to lead the crowd into a great rock night. But neither the band nor the audience seemed particularly interested in making that part of the show something special. Honestly: Lucius was one of those support groups that you can skip without regret.

The main act was planned to start at 21:00. After a delay of about twenty minutes, a memorable announcement was made on stage. The speaker talked of the band being happy to play in Vienna, and informed the audience about the fact that professional photographies would be taken throughout the whole concert. These would then be uploaded a.s.a.p. after the show and available for free downloading on Jack White’s website. He explained that this arrangement was made in order not to have phones pointing up from the audience the whole time, because „that thing in your hand is not nearly as good as what you can see with your eyes, and listen to with your heart.“

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A few minutes later, the curtain was drawn, revealing a simple stage-set flooded with blue light. There were no banners or animations (not even the screens beside the stage were switched on), everything was being kept simple.
Jack White, supported by four other musicians, started with a few fast rock songs. That was principally a good way to start, but the thing is that the location (Gasometer Wien) has a truly horrible sound. Jack White’s guitar, as well as the other instruments, sounded really dry. You simply did not have the sound you could have had at another location where the acoustics and technicians are better. Because of that, the songs (and soli) lost a lot of power and/or were not pleasant to listen to, and therefore tiring.

The band continued with a few Country songs, which were really great, because they made such a nice contrast to the other style(s) the guys were playing. During one song, Jack White even sat down on a piano chair (with his guitar still in hand!) and kept switching instruments back and forth. Even before the singer told the audience about it, you could already hear the influence from Nashville, the city he lives in now. At one stage, when he introduced all the band members to the audience, he explained different sounds and styles, accompanied by a solo of the musician currently presented, depending from where they originally come from.

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The band went off stage after 45 minutes, but came back to play an encore (if you can actually still call it that) that lasted almost two hours. The spirit of the band, as well as their endurance, is to be highly praised. Nevertheless: people were getting tired, and so was the band. What you saw when you looked around yourself were static, sometimes even bored faces, and a band that gradually lost its energy. Toward the end, even though it did not seem like they didn’t enjoy playing, they were simply out of fuel. Many songs sounded quite alike, or had outros that were simply too long, which was particularly tiring because of the bad sound I mentioned before. Instead of including a few more full songs, there was a lot of instrumental improvisation going on. Not that I’m not a fan of that, but in this case it was mostly dull repetition. The best songs, in my mind, were Steady, As She Goes (by The Raconteurs), Whispering Sea (a Loretta Lynn cover), and especially the White Stripes’ track My Doorbell.

Down to Seven Nation Army business: of course he played it. Of course it was the last number. Of course the audience went mad. But, honestly, it should have come before. I could not tell whether he played it just because it was expected of him, or whether he actually enjoyed it. By keeping the song short, however, and sort of „overriding“ it, not paying a lot of attention to neither vocals nor guitar, the song did not turn out to be the climax of the evening.

The thing that really did impress me, however, was the things Jack White told the audience. He started his nostalgic notions by stating how no average teenager of today could tell „what makes the sound on a record“, and listed several examples of today’s trivial artists such as Taylor SwiftKaty Perry and Lady Gaga. What he did is remember everybody in the hall what music is really about, and that most of it is going in a wrong direction.

I went out of the venue with mixed emotions that night. On the one hand I struggled with my unfulfilled expectations, while on the other I felt Jack White had really brought that sense of spirit and musical purity among the audience of what this form of art is actually and truly about. It is thus no wonder that Robert Plant has communicated the wish to record a single with Jack White (apparently Love Me, originally by The Phantom). The two musicians really make a perfect match, ideologically as well as musically.

The thing that’s left for me to say: I do not regret having gone to this show. Just by having been part of the audience, you got the feeling that Jack White actually cherished your being there, as a part of where the real stuff happens.
Hopefully he managed to also bring the same sort of inspiration to students (since he participated in a roundtable discussion on The Rise And Fall of „Paramount Records“ on October 28th at Yale University).

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Photo credits:
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Gig Review: Old Steammachine, 06. & 09.11.2014

Blog, Gig Review

…ein Mehrfach-Review über zwei Abende in Wien mit u.a. King Kinski, High Heeler, TARCHON FIST und Old Steammachine.

06.11.2014, replugged vienna
Es war ein stolzes Line-Up aus vier Bands, die am Abend des 06. November im Wiener Replugged (replugged.at) das Publikum bespielten. Den Anfang bildete eine Band, die (noch?) keinen Namen hat und daraufhin vom Veranstalter („Overdub“) Special Guest getauft wurde (was eigentlich kein schlechter Bandname wäre, wie man dann Backstage anmerkte). Mit Schlagzeug, Gitarre und einer singenden Bassistin war es vor allem das Saxophon an der Front, das für dynamische Sounds sorgte. Die Nummern der Band waren eher langsam (vor allem im Vergleich zu den drei folgenden Bands), gingen teilweise schon in Richtung Psychedelic/Trance und lieferten somit einen gemächlichen Einstieg in den Konzertabend.

Weiter ging’s mit Stories Of Us, einem Trio, das sich selbst dem Alternative (Pop-)Rock zuordnet. Das, was Special Guest an Dynamik fehlte, hatte Sänger Max Payer wohl im Überfluss. Vorweg ist zu sagen: diese Band hat in der aktuellen Besetzung (seit 2013) keinen Bassisten. Dass daher ein tragendes Element fehlte, ist klar. Trotzdem war der Gesamtsound der Band in Ordnung. Die Songs waren schon wesentlich schneller, als bei der vorigen Band, allerdings auch kürzer und gingen mehr in Richtung Pop. Selbst würde sich die Band am ehesten mit You Me At Six vergleichen. Zu loben ist der Einsatz des Sängers, der von der ersten Sekunde an viel Energie in die Bühnenpräsenz und die Kommunikation mit dem Publikum steckte. Dies ging sogar so weit, dass er zu einem Zeitpunkt des Auftritts einen Kniefall machte. Hier sollte man vorsichtig sein: bei so viel Bewegung kann der Gesang unter Ablenkung und Unsicherheiten leiden, was hier teilweise passiert ist. Ziemlich mutig war es außerdem, mit einer vergleichsweise ruhigen Nummer abzuschließen.

Die dritte Band des Abends trägt den Namen King Kinski. Hier war ein grandioser Bassist vorhanden – eine/n SängerIn suchte man allerdings vergeblich: die Wiener Band ist nämlich rein instrumental unterwegs. Und das ziemlich virtuos, da sich die Musiker dem Metal verschrieben haben. Es ist zwar Geschmackssache, ich allerdings habe den Instrumentalauftritt sehr geschätzt – hätte es Gesang gegeben (der sicherlich nicht zahm ausgefallen wäre), dann wären die Instrumente kaum so gut zur Geltung gekommen. An Kommunikation und Einbindung des Publikums könnte hier allerdings noch gearbeitet werden – den Bassisten sah man beispielsweise den Großteil des Auftritts über nur von seiner Kehrseite.

Dann betrat Old Steammachine, die letzte Band und Hauptact des Abends, die Bühne. Gegründet im Jahr 2004 ist der Name dieser Gruppe bereits vielen Wiener MusikerInnen ein Begriff. In der aktuellen Besetzung gibt es die Band seit 2014, Drummer Alberto Pierini heuerte vor gut einem halben Jahr bei den Musikern an. Warmgespielt haben sich die fünf Mitglieder vor einigen Wochen bei einem inoffiziellen Gig im Wiener Weberknecht, sozusagen als Generalprobe nach relativ langer Bühnenabwesenheit. Der erste Song der Band am Abend im Replugged trägt den Namen Track Be Our Friend, eine dynamische Einstiegsnummer. Gleich war klar: diese Band befindet sich stil-/genremäßig in einer guten Mitte, die von Sänger Alessandro Wessely gerne als „Melodic Hard Rock“ beschrieben wird. Veranschaulicht – oder genau genommen veranhörlicht – wird dieses Gefälle einerseits durch ihre harten Songs wie Mighty Green und Nightmare, andererseits durch die tiefsinnigen, melodischen Songs, die Namen tragen wie These Days und Memories. Dass sich die Gruppe wieder an die Bühne – und das Teamwork auf der Bühne – gewöhnen muss, war nach der langen Durststrecke spürbar. Leichte Unsicherheiten kamen bei allen Mitgliedern im Laufe des Auftritts vereinzelt vor. Fest steht aber, dass Old Steammachine sich musikalisch und instrumental auf extrem hohem Niveau bewegt. Die Band versteht es, eingängige Gitarrenriffs und -soli von Patrick Lary mit starken Bass-Lines von Felix Mikusch und Alessandro Wesselys tiefer, kraftvoller Stimme und ausdrucksstarken Texten zu kombinieren.

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Old Steammachine

09.11.2014, das BACH Wien
Hier möchte ich an den zweiten Abend anknüpfen, bei dem Old Steammachine den Opener für den der Wiener Heavy Metal-Band Roadwolf organisierten „Metal Blast“ bildete.
Im Vergleich zum vorigen Konzert war hier eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Die Show kam insgesamt stimmiger und entspannter rüber – auch wenn aufgrund der kürzeren Setlist und dem Motto des Abends nur die harten Songs gespielt wurden. Vor allem bei Drummer Alberto merkt man, dass das Spielen immer besser funktioniert und er seinen Weg Schritt für Schritt findet.
Gitarrentechnisch muss erwähnt werden, dass das einzigartige Spiel von Patrick Lary abermals enormen Eindruck hinterlassen hat. Leider gab es jedoch Probleme mit der Einstellung des neuen Verstärkers, weshalb die Gitarre prinzipiell nur auf Distortion gestellt war, und nicht Clean gespielt werden konnte. Dies war aber im Kontext des Abends, der wie erwähnt auf Heavy Metal fokussiert war, passend.
Der Frontmann experimentierte bei diesem Gig stimmlich noch mehr und überzeugte sowohl in den tiefen als auch den hohen Tönen, es gab nur wenige Unsicherheiten. Einziger Wermutstropfen: Keyboarder Hagoles war bei den beiden offiziellen Auftritten leider nicht dabei – bestimmt ist aber beim nächsten Auftritt wieder mit ihm zu rechnen. Als Fazit zu dieser Band lässt sich sagen, dass man hier viel erwarten darf – und noch mehr geboten bekommt. Old Steammachine besticht durch einen eigenen Sound mit Wiedererkennungswert und einprägsamen, runden Songs. Hier ist in nächster Zeit bestimmt einiges zu erwarten – die Band befindet sich auf dem richtigen Weg.

Patrick Lary, Old Steammachine

Patrick Lary, Old Steammachine

Felix Mikusch, Old Steammachine

Felix Mikusch, Old Steammachine

An diesem Abend spielten auch die Musiker der Wiener Band High Heeler, beheimatet im Genre des Heavy Metal. Hier wird Wert auf Show und Optik gelegt – schrille Outfits und ausgefallene Gitarren – darf man vielleicht schon Glam Metal dazu sagen? Der Name wird auf jeden Fall wörtlich genommen:

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Der Hauptact des Abends kommt aus Italien: Heavy Metal Rockers TARCHON FIST. These five guys really know how to make a great show! Singer Mirco Ramondo has real power in his voice and knows exactly how to include the audience, building up maximum spirit for the evening. Two solid guitarists (Luciano Tattini on Rhythm and Sergio Rizzo on Lead Guitar), bassist Marco Pazzini and crazy drummer Andrea Bernabeo make up the necessary frame for a great, energy-driven Heavy Metal Band. The band has great material which is to be found on their various albums and compilations, but also their covers were well done: Iron Maidens‘ Run To the Hills and Judas Priests‘ Breaking the Law drove the audience mad. The last song – AC/DCs‘ Highway to Hell – rounded off the show and started the real party: the band told the audience to come up for a stage invasion, while the musicians themselves went down and continued playing from there. While taking a photo, I, too, was charmingly „kidnapped“ by singer Ramon and moved up to the stage as well, where I took a shot of drummer Andrea:

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TARCHON FIST: it was a real pleasure to hear and see you play and my thanks to you for making this a truly memorable night! The next time we will come and see you in Italy!

A bunch of great guys from Tarchon Fist, High Heeler, Roadwolf and Old Steammachine

A bunch of great guys from TARCHON FIST, High Heeler, Roadwolf and Old Steammachine

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Gig Review: Blank Manuskript, 07.11.2014

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Der Abend des 07.11.2014 im BACH (dasbach.at) bot ein harmonisch-abwechslungsreiches Line-Up für das Publikum. Fünfzehn MusikerInnen, drei Bands – je fünf Artisten pro Gruppe – sorgten für eine akustische Erlebnisreise. Den Einstieg machte die Band My Solace Lies. Die Steirer, die erst im Oktober 2013 zueinander gefunden haben, bewegen sich laut eigenen Aussagen zwischen Pop und Alternative. Bei einem Mix von melancholisch-ruhigen als auch vielen schnellen Nummern ist hier das Arrangement mit Sänger/Keyboarder Iscariot als Frontmann interessant.

Weiter ging’s mit Progressive Rock und der Wiener Band Mind[s]peak. Mit ihrem Debütalbum „Pictures“ hat sich die 2009 gegründete Gruppe bereits einen Namen gemacht. Instrumentalisch geht es hier – typisch Prog Rock – ums Experimentieren. Dass die Gruppe sich mit jeder Nummer auf ein musikalisches Abenteuer begibt, macht die Dynamik und Ausstrahlung der Band aus. Solide Riffs am fünfsaitigen Bass von Simon Nagy und gutes Handwerk an den Drums (Gabriel Lahrmann), präzises Gitarrenspiel (Alex Clément) und Keyboard-Elemente (Christoph Kasparovsky) bildeten beim Konzert die Basis für die Überraschungen, die Mind[s]peak zu bieten hatten. Zu erwähnen ist hier insbesondere der Titel Tragedy of Perfection, der aus mehreren Teilen besteht und mit seinen 12:35 Minuten ein tiefes Eintauchen in die Band-Materie erlaubt. Ein Highlight war bei diesem Song vor allem der – leider etwas kurze, dafür aber sehr effektvolle – a cappella-Teil, bei dem alle Anwesenden hellhörig wurden. Sängerin Viktoria Simon hat eine sehr klare und relativ hohe Stimme, die in dem instrumentellen Kontext der Band eher unerwartet kam. Bei den Backing Vocals der Kollegen hätte ich mir daher zum Ausgleich eher tiefere Stimmen gewünscht. In jedem Fall ist Mind[s]peak keine Band, die man unterschätzen sollte – hier kommt sicherlich noch einiges an Material auf uns zu! 0002340699_10

Als dritte und letzte Band betrat schließlich Blank Manuskript die kleine Bühne des Wiener Lokals. Was sofort beeindruckt: in dieser Band wird der Gesang nicht von nur einer Frontperson getragen – er wird aufgeteilt. Und das auf alle Mitglieder. Gegründet 2009 sind in der aktuellen Besetzung noch die beiden ursprünglichen Mitglieder Dominik Wallner (Keys) und Alfons Wohlmuth (Bass, Querflöte) zu finden. Die drei weiteren Musiker Jakob Aistleitner (Saxophon, Querflöte, u.a. Blasinstrumente), Peter Baxrainer (Gitarre) und Jakob Sigl (Schlagzeug) haben im Laufe der Zeit ihren Weg zur Band gefunden und bilden nun ein Team aus hochtalentierten Musikern mit großer Vision. Definiert wurde der Stil der Band (Prog/Art Rock) offenbar erst durch die Medien. Die Musiker selbst wollten mit ihrer Musik jedoch Geschichten erzählen und bewusst die 3-Minuten-Radio-Schiene meiden. Dass sie sich in ihren Werken also Elementen bedienen, die im Art Rock bei Bands wie Pink Floyd, Yes, Genesis, etc. zu finden sind, die sich durch eine ähnliche Mentalität auszeichnen, verwundert nicht. Das Großartige an der Musik von Blank Manuskript ist, dass sie dem Hörer die Möglichkeit gibt, einzutauchen und sich in den vielfältigen Klangarrangements (sei es eine Fuga am Klavier oder ein dynamisches Solo am Saxophon) fallen zu lassen. So ist es mir bei dem Konzert auf jeden Fall gegangen. Auch das Shine On You Crazy Diamond-Cover, welches die Band als Zugabe zum Besten gab, war ein besonderes Extra dieses Abends. Und so sehr das Publikum sich über den Song gefreut hat: er wäre nicht mehr notwendig gewesen, um auf ganzer Linie zu überzeugen. Dass die Gruppe den Track allerdings (vor allem instrumental) so großartig gecovert hat, hebt den Respekt auf ein noch höheres Level. Alle Songs als in sich geschlossene Gesamtkunstwerke, die untereinander doch verknüpft sind, um einzigartige Konzeptalben zu schaffen – so könnte man die Musik von Blank Manuskript beschreiben. Bereits zwei Alben („Tales From An Island“ und „A Profound Path“) wurden aufgenommen, das dritte („The Waiting Soldier“) ist noch in Arbeit, soll aber auch bald veröffentlicht werden. Ich bedanke mich für einen wirklich gelungenen Abend. Auf ein Konzert zu gehen, unwissend, was Einen erwarten wird, hat (leider) nur selten ein optimales Ende. Der Abend des 07.11. war allerdings eine solche Ausnahme, besser geht es nicht!

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http://www.musicaustria.at/magazin/pop-rock-elektronik/interviews-portraets/mica-interview-blank-manuskript (Blank Manuskript Interview) ©
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Gig Review: The Libertines – Reunion Tour, 05.10.2014

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Going to a concert to see a band, well, that does mean something. Sometimes you pay a lot of money for it, or spend hours driving to the location. From time to time it happens that you even fly to another country and spend the night there, just to see the band. Well, this was the case for me in the beginning of October with The Libertines in Düsseldorf, Germany.

Almost to the minute we entered the concert hall of the Mitsubishi Electric Hall, the supports were already done, so we did not have to wait long for the main act.
They played the old and famous songs of their albums „Up the Bracket“ and „The Libertines“, new material was not included (yet).

Admittedly, the joy was endlessly great, despite the doubts that filled my head until the very last second the band actually showed up. „What if they don’t come after all?“, „What if Peter makes up his mind again?“ (which happened with Babyshambles on Frequency Festival in August this year)…what for would I have come to Düsseldorf, then? (No offense).

But they did come, and boy did they play! The top-songs of the evening were (a little surprisingly) The Boy Looked At Johnny, as well as all-time favourite Up the Bracket, during which the crowd went completely mad. Naturally, this was especially the case in the moshpit, which even I (unexpectedly!) found myself in.
Musically, the gig was very good, John Hassall and especially Gary Powell delivered a great performance. As usual, both of them stayed in the background, but it was Gary Powell who in the end heartily thanked the audience and said goodbye.
Peter Doherty seemed a little bit insecure at this gig and kept seeking for Carl Barât’s eye contact and „approval“, who performed more reliably. Each of them played a solo song, which clearly highlighted the differences between the two front men. Peter as the romantic poet, who has this blurry – and there for hypnotizing – sound, and Carl, who is definitely the better guitarist and more experienced musician.

Opposites attract – this is obviously the case with The Libertines. And even when it’s clear, that a band with two inofficial front men has quarrels from time to time – it’s important that they continue making music. And they’re doing that now.
The concert was the seventh and last in the row of reunion-liveshows that started this summer. The thing that so many fans thought impossible, has actually happened in the end: The Libertines are back together, touring, and even working on a new album which is supposed to come out in 2015. After the „failed“ reunion in 2010 (and before), fans had to content themselves with Peter Doherty’s and Carl Barât’s individual projects, such as Babyshambles, Dirty Pretty Things, The Jackals, etc.

Seeing the two of them together again, however, makes hearts leap for joy. Also during the gig they were practically inseperable: mic-sharing was practised all night long, just like in the good old days. At the end of the show the two blood brothers hugged each other so heartily, that there were certainly some tears shed in the audience.
Fans know: The Libertines are a fantastic band, and we are looking forward to what next year will bring!

© Robin Frank, 2014

© Robin Frank, 2014

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Gig Review: Kaiser Franz Josef – Reign Begins Tour, 27.09.2014

Blog, Gig Review

„Wen habe ich dieses Jahr am Nova Rock Festival verpasst?“ war die Anfangsfrage in meinem Kopf, die mich am Ende zu einem neuen Anhänger einer vielversprechenden Wiener Rockband machen sollte.

Ich durchforstete also das Line Up des Nova Rock 2014 und da las ich es: Kaiser Franz Josef. Von dieser Band hatte ich schon gehört. Nicht, weil sie 2013 im ORF auftraten; nicht, weil sie den Amadeus-Award gewonnen haben (Anm.: 2014, Rock / Hard&Heavy); nicht, weil sie AC/DC-Support waren (!); es war auch keine Verwechslung mit Franz Ferdinand, die vielen passiert. Um ehrlich zu sein: ich kann tatsächlich nicht sagen, warum mir der Name ein Begriff war. Gefolgt war meine Entdeckung von einem noch tatsächlicheren Fluchen, als mir klar wurde, dass ich KFJ am Nova Rock verpasst hatte – ja nicht einmal von ihrem Auftritt wusste!

Nach kurzem Frust und ein paar Klicks landete ich dann allerdings auf der KFJ-Website bei Liste der bevorstehenden Gigs: Samstag, 27. September 2014, Szene Wien, 20:00 Uhr.
Volltreffer!

Um niemanden mehr auf die Folter zu spannen: das Konzert war fantastisch. Es hat alles gepasst – die Band war pünktlich, legte gleich energiegeladen los und brauchte nicht lange, um das Publikum mitzureißen, die Halle war voll.

Neben den bereits bekannten Songs ihres Debütalbums „Reign Begins“ wie beispielsweise Found My Way, How Much Is A Mile oder dem in meinen Augen großartigen Seasons gab es im letzten Drittel des Gigs zwei Überraschungen: zum Einen kündigte Frontmann Hesham Abdelsalam in Schau’mamalwasdarauskommt-Manier ein Cover an. Als die ersten Töne des Intros von Led Zeppelin’s Whole Lotta Love gespielt wurden, wurde ich kritisch. Man muss sich ja nicht immer gleich übernehmen, dachte ich, und meine Euphorie ließ ein gutes Stück nach…allerdings nur um Sekunden später einen neuen Höhepunkt zu erreichen. Die „Kaiser“ sind sogar einer der meist gefeiertsten Led Zeppelin-Nummern gerecht geworden! Selbst wenn ich von KFJ beeindruckt war: das hätte ich ihnen dann doch nicht zugetraut.

Ab da konnte ich mir sicher sein: als Sänger und Gitarrist weiß nicht nur Sham, was er tut. Tom Pfundners Beats waren präzise gespielt, und nicht nur bei diesem Song hat er richtig reingehauen! Die Jungs setzen sich offensichtlich penibel mit ihrem Material auseinander.
Die zweite Überraschung war ein Acoustic-Song, der nicht auf dem erwähnten Album erscheint. Offenbar trägt er den Namen Release Me und ist Teil des neuen Albums, an dem momentan noch gearbeitet wird. Der ruhige Song kam extrem gut in der Menge an und wurde mit Ausrufen wie „Endlosschleife bitte!“ gepriesen.
Es ist sehr erfrischend, eine Band zu sehen, die sich mehrerer Stilfacetten bedient und diese gut umsetzt. Man wird bei Kaiser Franz Josef hellstimmige, schnelle Rocksongs finden, die mit gekonnten Schreien versetzt werden, als auch balladenartige Songs, bei denen einzelne, lang gehaltene Töne Volumen bringen und für Gänsehaut sorgen.

Das „Reign Begins“-Album habe ich mir schon geholt. Und auch wenn die Qualität der Aufnahmen sehr gut ist: live überzeugt die Band mehr. Das kommt nicht oft vor, kann aber ein entschiedener Vorteil sein, wenn man sich dessen bewusst ist. Bei dem Konzert erreichte Shams Gesang kräftige Tiefen, auf dem Album flacht die Stimme dagegen oft ab.

Ein kurzes Wort zum Support des Abends: The Crispies – einige gute Ideen, ein solider Gitarrist (bei dem auch kurz ein Bottleneck zum Einsatz kam, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht) und ein Sänger, der scheinbar versuchte seine Nervosität in exzentrische Bewegungen zu verpacken, die aber durchaus was für sich hatten! Beim Auftritt  dieser Band kamen einige interessante Gesangselemente wie Seufzen und Stöhnen durch (z.B. bei I’ll Love), leider wurden diese guten Ideen aber durch zu viele Wiederholungen abgeschwächt. Das betrifft auch die Lyrics. Eine Assoziation für mich war Jack White – hier kann man teilweise Einfluss-Ansätze stimmlicher Parallelen zum Sänger der Crispies ziehen. Diese kreative Linie, bei der sich die Band selbst ausprobiert und experimentiert, ist ziemlich aufregend – weiter so!

Der Abend jedenfalls war ein Highlight. Die drei „Kaiser“ wissen genau, wie man das Publikum zu sich ins Boot holt, die Kommunikation hat durchwegs gepasst. Hier hat vor allem auch Bassist Can Aygün für einiges an Stimmung gesorgt.

Um es mit den Worten des >echten< Kaiser Franz Josef zu sagen: „Diese neue Erfindung hat mich sehr interessiert und ich danke für die Vorführung derselben.“

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